Gold-Experte Stöferle: „In 12 Monaten kann Gold 1.500 Dollar kosten“

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Laut der aktuellen Gold-Studie „In Gold We Trust“ ist Gold attraktiv bewertet und bietet gute Chancen auf weitere Preiszuwächse. Lesen Sie hier die Gründe. (Foto: Image Wizard/Shutterstock)

Schon vor einigen Tagen bin ich an dieser Stelle auf die wichtige Goldstudie „In Gold We Trust“ von den Experten von Incrementum eingegangen. Bei der ersten Betrachtung stand der Blick zurück im Fokus. Das nimmt in dieser Ausgabe auch noch einen Teil ein.

Doch der Schwerpunkt liegt natürlich beim Ausblick. Genau das ist es, was diese Studie seit Jahren schon so wichtig macht. Grundsätzlich sehen Ronald Stöferle und sein Team von Incrementum die weiteren Aussichten beim Gold sehr positiv. Dazu trägt sicherlich auch bei, dass die Rohstoffe derzeit auf dem niedrigsten Bewertungsniveau seit 50 Jahren notieren. Der maßgebliche Gradmesser dabei ist der Dow-Jones-Index aus den USA. Nur vor dem schwarzen Donnerstag im Oktober 1929 und während der Übertreibung der der Internet-Blase um die Jahrtausendwende waren die Rohstoffe ähnlich unterbewertet wie heute.

Schwacher Dollar kann Trendwechsel beim Gold auslösen

Da stellt sich natürlich die wichtige Frage: Was kann ein Trendwechsel auslösen? Hier sehen Ronald Stöferle und seine Kollegen zwei wesentliche Faktoren: Zum einen kann es die Schwäche des US-Dollar sein und zum anderen eine Umschichtung von finanziellen Vermögenswerten in reale Vermögenswerte als Folge der zunehmenden Inflationssorgen.

Die Krisenbetrachtung ist hier ein wichtiger Faktor. So ist Gold gerade in unruhigen Zeiten ein wichtiges Investment. Sollte also das Vertrauen in das aktuell geltende Papiergeldsystem sinken, würde die große Stunde des Goldes schlagen. Davon sind die Experten ganz klar überzeugt: „Häufig in der Geschichte haben Papierwährungen das Vertrauen der Bevölkerung komplett verspielt und kehrten zu ihrem inneren Wert zurück: und der ist Null.“

Wenn also in einer historischen Perspektive das Vertrauen in die Papierwährung zeitlich begrenzt ist und eben in Extremsituationen sogar gegen Null gehen kann, ist ein derart ausgeprägter Vertrauensentzug beim Gold mit einem Preiskollaps als Folge derzeit undenkbar. Für Sie als Investoren bedeutet das: Aktiver Krisenschutz geht für Ihr Depot nur, indem Sie auch Goldpositionen halten.

Gold hat Potenzial bis 1.500 Dollar

Aber welches Potenzial hat nun der Goldpreis für die Experten? Dazu sagt Ronald Stöferle: „Das makroökonomische und politische Umfeld ist für Gold günstiger geworden. Der Gegenwind in Form der hohen Opportunitätskosten für Goldinvestitionen durch die rallierenden Börsen besteht noch, hat aber merklich abgenommen.

Der markante Einbruch an den Börsen in Q4/2018 hat das schier grenzenlos scheinende Vertrauen in die Börsen erschüttert. Die Rezessionswolken verdichten sich und dementsprechend sind seitens der Notenbanken Gegenmaßnahmen wie Zinssenkungen zu erwarten. Je expansiver die Geldpolitik, desto besser das Umfeld für Gold. Wenn Gold die Widerstandszone bei 1.360-1.380 Dollar durchbrechen kann, ist bis zur Veröffentlichung des nächsten „In Gold We Trust“-Reports im Mai 2020 ein Goldpreis von 1.500 Dollar denkbar.“

Ich bin gespannt, wie es beim Gold tatsächlich weitergeht. Die vergangenen Tage haben hier schon einen klaren Auftrieb gebracht.

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Heiko Böhmer
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