Gold: Große Zuflüsse bei den ETFs stützen den Preis

Gold Körner – shutterstock_567952783 optimarc

Zuletzt hat es massive Zuflüsse in die großen Gold-ETFs gegeben. Hinzu kommen deutliche Käufe der Notenbanken. Das stützt derzeit den Goldpreis. (Foto: optimarc / Shutterstock.com)

Gold liegt wieder im Trend. Das habe ich Ihnen erst gestern an dieser Stelle geschrieben. Heute nun bin ich auf neue Zahlen gestoßen, die das ganz aktuell belegen. So sind die globalen Gold-ETFs immer wichtige Gradmesser für das Investoreninteresse am Gold.

Diese Gold ETFs sind börsengehandelte Produkte, die mit physischen Goldhinterlegt sind. Im Grunde ist es für Sie als Anleger die einfachste Möglichkeit, abgesichert in Gold über die Börse zu investieren. Der große Vorteil: Sie sind abgesichert beim Gold mit dabei – haben aber keine Lagerung zu übernehmen.

Und daher ist es hier auch einfach möglich, kurzfristig Positionen aufzubauen oder eben zu verkaufen. Das geht ganz einfach über die Börse zu den üblichen Handelszeiten. Wenn es also zu großen Zuflüssen kommt wie derzeit zu beobachten – dann ist das ein gutes Zeichen für die allgemeine Marktstimmung.

Höchster Stand bei den Gold-ETFs seit 2013

Und jetzt zu den Zahlen: Laut aktueller Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg hat es am vergangenen Freitag einen Zufluss zu den Gold-ETFs von 14,4 Tonnen gegeben. Das war ohne Frage der größte Zufluss in die ETFs seit dem 26. Dezember 2018. Damit weisen die globalen Gold ETFs jetzt einen Stand von 2.253,20 Tonnen auf. Dies ist nach Angaben der Experten von BMO Global Commodities Research der höchste Stand seit April 2013.

Gold Körner – shutterstock_567952783 optimarc

Diese Goldaktie sollten Sie habenWenn es nach US-Börsenexperte Jim Cramer geht, dann sollten Sie die Aktie von Barrick Gold im Portfolio haben. Lesen Sie hier die Gründe. › mehr lesen

Nach Angaben von BMO Global Commodities Research ist in den nächsten Wochen mit weiteren Zuflüssen in die Gold-ETFs zu rechnen. Das liegt auch an den vielen Unwägbarkeiten bei etlichen anstehenden Entscheidungen. Dazu zählt der ungelöste Brexit genauso wieder weiter schwelende Handelskonflikt zwischen den USA und China.

Weitere positive Impulse liefern zudem die aktuellen Zahlen der Notenbanken. So hat der Internationale Währungsfonds (IWF) gerade einen neuen Report veröffentlicht, wonach etliche Länder die Goldpositionen weiter ausgebaut haben. Zu den Ländern zählen mit Kasachstan und Brasilien auch Länder mit eher kleineren Goldbeständen. Aber auch wichtige Goldländer wie Indien oder Russland haben im November die Goldbestände weiter aufgestockt.

Die Investment-Nachfrage – ob nun von Staaten oder privaten und institutionellen Investoren ist für die weitere Entwicklung beim Gold ganz entscheidend. Daher liefern die Statistiken aus diesen Bereichen immer wieder gute Hinweise. Fakt ist: Durch die vielen ungelösten Konflikte hat Gold wieder viel neues Interesse auf sich gezogen – und das wird  wohl erst einmal auch noch so bleiben.


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Heiko Böhmer
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

Ob DAX-Titel, Rohstoff oder Emerging Marktes-Aktie: Heiko Böhmer bringt Ihnen in seinem täglichen Newsletter diese Themen näher. Neue Trends findet er dabei vor allem auf den vielen Reisen zu Finanzmessen im In- und Ausland, über die er in seinem Newsletter ausführlich berichtet.