Gold im Aufwärtstrend – bald Richtung 1.300 US-Dollar?

Gold hat großes Potential in den kommenden Monaten wieder deutlich zu steigen. Eine Kreuzunterstützung im Chart hat die fallenden Kurse umdrehen lassen. (Foto: Africa Studio / shutterstock.com)

Für Gold könnte die zweite Hälfte des Jahres sehr interessant werden. Wir sind vor wenigen Tagen an wichtigen Unterstützungen nach oben abgeprallt, so dass einem mittelfristigen Anstieg nichts im Wege steht.

Kreuzunterstützung gibt dem Gold Kraft

Wir befinden uns im Tageschart – allerdings haben wir ganz schon herausgezoomt. Denn was Sie sehen, ist der Verlauf der vergangenen drei Jahre. So lange hält die Aufwärtstrendlinie bereits und wurde am 3. Juli noch einmal getestet. Gleichzeitig dazu gibt es hier auch noch das Tief vom 12. Dezember 2017. Offensichtlich zwei gute Gründe, warum die Kurse nicht weiter gefallen sind. Aber sehen Sie selbst:

Gold mit gewohnt vielen Schwankungen und doch ist unterm Strich wenig Bewegung im Markt. Wir befinden uns auf demselben Niveau, wie bereits im Dezember 2017, im Frühling und Sommer 2017, sowie im Frühjahr und Herbst 2016. Der momentane Preis ist also nicht außergewöhnlich, wenn es um Gold geht.

Viel wichtiger ist aber, dass wir jetzt eine Marke im Chart gefunden haben, die der Goldpreis respektiert. Denn davon gibt es nicht viele. Gleitendende Durchschnitte werden oft ignoriert und gerade, wenn Sie glauben, Sie wissen wie Gold verläuft, blinkt es links und biegt rechts ab. Die Aufwärtstrendlinie gepaart mit dem Boden bei 1.236 US-Dollar dienst demnach als solides Chartsignal.

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Geht Gold jetzt auf ein neues Allzeithoch?

Nein, eher nicht. Zumindest nicht sofort. Wir haben im Chart bei rund 1.300 US-Dollar einen deutlichen Widerstand. Dort waren Hochs im Frühjahr 2016, zwei im Frühjahr 2017 und zwei im Herbst 2017. Zuletzt sind die Kurse auch im Mai und Juni um diesen Bereich herumgelaufen und haben sich schwer getan, die 1.300 US-Dollar zu übersteigen.

Aus diesen Gründen wird der Goldpreis auch dieses Mal dort wohl eine kleine Pause einlegen. Ob es eine Gegenbewegung wird oder wir nur mehrere Tage auf der Stelle treten, wird sich zeigen. Dennoch haben die Kurse jetzt theoretisch Luft bis 1.300 US-Dollar und das sind immerhin knapp 50 US-Dollar Spielraum.

Wenn wir davon ausgehen, dass die Kreuzunterstützung hält, sollten die Kurse nicht mehr unter 1.235 US-Dollar fallen. Das wäre zumindest der Plan. Wie gesagt, Gold hat oft genug seine eigenen Ideen. Die Kurse zappeln jetzt schon. Ein stetiger Anstieg seit der Kreuzunterstützung sieht anders aus.

Insofern können wir volatile Kurse erwarten. Wenn sich der Goldpreis jetzt schwankend Richtung 1.300 US-Dollar bewegt, geht die Wette auf. Vielleicht testet er auch vorher noch ein weiteres Mal die Aufwärtstrendlinie, auch wenn er davon bislang kein großer Fan war. Zuletzt gab es Ende November 2016 einen Kontakt.


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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.