Gold kaufen: Als Währungssicherung immer noch sinnvoll

Kaufe, wenn die Höchstkurse nicht gerade erreicht sind – dies ist eine Standardmeinung an den Börsen.

Demnach dürften Sie Gold aktuell nicht kaufen, wir allerdings empfehlen – kaufen Sie auch bei kleineren Rückschlägen wie am Dienstag.

Gold kaufen: Rekordhoch scheinbar erreicht

Die Meldung zum Gold war überraschend: angeblich ist Gold auf Rekordniveau. 1.450 US-Dollar hieß die zu überspringende Hürde, die gleich locker fiel. Wir aber meinen: lassen Sie sich nicht täuschen.

Das Goldhoch ist nur scheinbar. Der US-Dollar ist bei weitem nicht mehr soviel wert wie noch vor 30 Jahren, als der Rekord aufgestellt wurde.

Potenzial nach oben intakt

Nicht nur die erschreckende Verschuldung der westlichen Staaten, auch die reine Rekordhöhe ist ein Beleg: Gold hat noch viel Potenzial nach oben. Aktuell sind es – rein nach Dollar-Höchstwerten – mindestens noch 18,3%.

Achtung: Der Dollar wird weiter an Kaufwert verlieren. Allein aus diesem Grund wird der Goldpreis weiter steigen, 2011 schon.

GeVestor.de meint: Zusätzlich ist Gold eine Fluchtburg vor den Währungsverlusten geworden.

Damit ist das Potenzial weit höher – bei mindestens 30%. Fixieren Sie sich dabei nicht nur auf das Jahr 2011, sondern warten Sie im Zweifel auch auf 2012.

So einfach kaufen Sie Gold

Bedenken Sie: Seit 2001 hat Gold jedes Jahr mit einem Zuwachs abgeschlossen. Da gibt es kaum eine andere Anlageklasse, die das aufweisen kann. Selbst im Krisenjahr 2008 legte der Goldpreis noch um 8% zu. Das klingt nicht viel.

Bei den großen Indizes wie dem DAX oder Dow Jones ging es jedoch in dem rabenschwarzen Jahr um bis zu 40% nach unten.

Da ist es nur zu verständlich, dass immer mehr Anleger auf Gold setzen. Hier bieten sich verschiedene Formen an. So können Sie zunächst einmal Gold physisch bei einem Händler oder Ihrer Bank erwerben.

Doch dann müssen Sie das Edelmetall noch lagern. Entweder Sie schaffen sich also einen Safe für Zuhause an oder lagern das Gold in der Bank – das verursacht wieder Kosten.

Gold ETFs: eine gute Alternative

Wenn es darum geht, auf das physische Gold zu setzen, ohne es aber tatsächlich in den Händen halten zu müssen, sind Gold ETFs eine gute Alternative.

Diese Anlageform ist schon seit einigen Jahren auf dem Markt. Dabei hinterlegt der Fonds das Gold tatsächlich in physischer Form.

Der Vorteil für die Investoren: Man kann so abgesichert direkt auf einen Anstieg beim Goldpreis setzen, ohne das Edelmetall selbst lagern zu müssen.

Diese neue Investmentform hat ganz klar zu einer Belebung der Goldnachfrage beigetragen. Immer mehr Investoren setzen auf diese Form. Das gilt sowohl für institutionelle Investoren aber immer mehr auch für Privatinvestoren.

Während Zertifikate oder auch Optionsscheine die Goldpositionen nur am Terminmarkt abbilden, sind die Gold ETFs dazu verpflichtet, das Edelmetall tatsächlich in physischer Form zu hinterlegen.

Die Preisunterschiede bei den Gold ETFs sind nur gering

Für deutsche Investoren bietet sich aber auf jeden Fall Xetra-Gold an. Dieser Gold ETF wird an der Börse in Frankfurt gehandelt und wird von der Deutschen Börse Commodities aufgelegt.

Als Anleger können Sie hier sehr leicht kaufen und verkaufen – wie bei einem Zertifikat oder Optionsschein. Der Emittent sorgt hier für einen liquiden Handel.

Xetra Gold ist jetzt seit 2008 auf dem Markt und deutsche Investoren können sich über einen großen Zuwachs freuen. Und das zeigt an dieser Stelle leider auch das Manko dieses ETFs: Er notiert in Euro.

Insofern setzt man hier zwar auf einen weiteren Anstieg beim Gold, aber zusätzlich holt man sich noch das Währungsrisiko mit ins Depot.

Dennoch ist Xetra Gold ein einfacher Weg, um auf den bestehenden Aufwärtstrend beim Gold zu setzen. Laut der aktuellen Statistik des World Gold Councils (WGC) gab es in den ersten drei Monaten des Jahres einen Abfluss bei den Gold ETFs.

Aber insgesamt hat sich diese Anlageklasse fest etabliert. Und bei der Fortsetzung des Trends bietet sich eine sehr gute Chance davon zu profitieren.


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14. April 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Janne Joerg Kipp. Über den Autor

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