Gold kaufen und absichern bis 2013

Denken Sie über den Kauf von Gold-ETCs oder sogar physischem Gold nach? Erfahren Sie hier alles Wichtige. (Foto: Billion Photos / Shutterstock.com)

Weltweit geraten die Währungen außer Kontrolle. Dennoch merken Sie dies als Investor und Konsument kaum – zumindest vorläufig nicht. Stellen Sie sich eine gigantische Geld– und Preisblase vor, die nur an bestimmten Punkten deutlich wird.

Draußen wirkt ansonsten ein Verschleierungsmechanismus, weil die Papierwährungen gegeneinander gehandelt werden.

Ein Beispiel für Preise, die nur an bestimmten „Punkten“ ansteigen, sind jedoch die Nahrungsmittelpreise. Diese sind in keiner Währung der Welt derzeit aufzuhalten. Auch der steigende Ölpreis zeugt davon.

Er steigt tendenziell in jeder Währung an. Die Papierwährungen können nicht mehr gegenseitig die wahren Preise verdecken. Dasselbe gilt für Industriemetalle wie Zinn und Kupfer. Kurz:

Die Währung, mit der Sie sich gegen Preissteigerungen an allen Fronten letztlich schützen, ist Gold. Da der Goldpreis ebenfalls tendenziell ansteigt, ist Gold die richtige Absicherung.

Das Goldgeheimnis 2011 heißt Politik

Der wahre Hintergrund der Währungsschwächen auch bei uns in Europa – zugleich Grund für die anhaltende Goldpreisstärkung bis 2013 und aller Voraussicht nach darüber hinaus – ist die Politik.

Die D-Mark war stark, weil die Politik sich nicht einmischen konnte. Die Bundesbank war nicht an politische Anweisungen gebunden, weder direkt noch indirekt.

Dasselbe galt lange Zeit für den US-Dollar, der genau deshalb von der Fed als Zusammenschluss unabhängiger Geschäftsbanken kontrolliert wurde. Heute kontrolliert die Politik direkt und indirekt die Zentralbanken in den USA. Die Fed ist größter Aufkäufer und Schuldner von US-Anleihen – mit 1,1 Billionen US-Dollar Bestand.

Die EZB (Europäische Zentralbank) lässt sich zur Rettung des Euro ebenfalls vor den politischen Karren spannen. Mit der europäischen „Finanzmarktfaszilität“ steht inzwischen ein Gremium bereit, das nicht nur den Rettungsschirm trägt, sondern beliebig Geld am Markt aufnehmen kann, ohne dazu legitimiert zu sein.

Nur noch die Finanzminister müssen laut der Regelungen nicken, nicht aber die Parlamente. Gold ist daher die einzig politisch nicht kontrollierte und kontrollierbare Währung – und deshalb die ideale Absicherung bis 2013, wenn die nächste richtige Bilanz in der Eurozone gezogen wird.

Aktien sind das „bessere Gold“Warum Aktien weiter steigen werden – Wie Sie mit Unternehmensanteilen Politik-Krisen und sogar ein mögliches Euro-Aus schadlos überstehen. › mehr lesen

Deshalb empfehle ich Ihnen: Investieren Sie aktuell in die unabhängige Währung Gold. Erstens zur Absicherung, zweitens wegen der exzellenten Renditeaussichten.

Gold-ETCs oder physisches Gold zur Absicherung

Die einfachste Möglichkeit bleibt der Kauf von Gold-ETCs. Hierbei handelt es sich um Inhaberschuldverschreibungen, die mit physisch hinterlegten Goldbeständen abgesichert sind und einen Lieferanspruch auf das Goldverbriefen.

Die bisherigen „Geldanlage-Berater“-Empfehlungen Xetra-Gold (WKN: A0S9GB) und der währungsgesicherte db Physical Gold Euro Hedged ETC (WKN: A1EK0G) sind weiterhin kaufenswert.

Physisches Gold: Dank Steuervorteil attraktiv

Die Alternative zu ETCs sind Gold in Form von Barren und Münzen. Das Interessante daran: Physisches Gold unterliegt nicht der Abgeltungsteuer.

Das bedeutet: Hier gilt noch die alte Regelung mit der einjährigen Spekulationsfrist. Halten Sie die Münzen oder Barren länger als ein Jahr, so ist Ihr Gewinn steuerfrei.

Checkliste für die aktuell besten Gewichtseinheiten:

  • Je weniger Geld Sie zur Verfügung haben, desto kleiner sollten die Stücke tendenziell sein. Größere Stücke empfehlen sich nur als Ergänzung, da Sie mit diesen ausschließlich Vermögen verwalten können.
  • Ich rate Ihnen zu einem Goldanteil von bis zu 15% im Depot. Mehr ist unter dem Gesichtspunkt der Risikostreuung nicht zu empfehlen. Einen Teil davon können Sie durch Silber ersetzen. Auch dieses bietet Ihnen Absicherung und hohe Renditechancen.
  • Berechnen Sie Ihren Goldanteil: Eine Unze (empfohlene Maximalgröße für Münzen) kostet derzeit etwa 1.400 US-$, also etwa 1.000 €. Bis zu 10.000 € Vermögen lohnen sich Münzen im Wert von knapp 1.500 US-$. 2 Münzen à 1/4 Unze, 1 Münze à 1/2 Unze sind in diesem Fall lohnenswert.
  • Ab 50.000 € können Sie sinnvoll dazu übergehen, Münzen in der Größenordnung von 1 Unze zu kaufen. 3 Münzen à 1 Unze sowie 1 Unze in kleineren Stückelungen bieten sich an.
  • Ab 100.000 € Vermögen lohnen sich Barren, bei denen sich grundsätzlich erst Gewichtseinheiten ab 1 Unze lohnen (auch wenn es kleinere Barren gibt). Kleinere Barren lohnen sich wegen der Produktionskosten nicht. Ergänzen Sie hier Ihre Goldinvestments für 50.000 € um Barren, die in Gramm gewogen werden. Kaufen Sie daher bei 50.000 € Vermögen zusätzlich etwa 3 Goldbarren ab 10 Gramm.
„Geldanlage-Berater“-Tipp: Goldbarren sind bei kleineren Größen dank des Spreads (Differenz zwischen An- und Verkaufskurs) teurer. 1-Gramm-Barren kosten immer noch mehr als 20% Spread. 10-Gramm-Barren etwa 8 bis 10% Spread.

Dieser Spread wird mit zunehmendem Gewicht geringer.


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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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