Goldminen: 3 Gründe für Nachholpotential – besonders bei diesen beiden Minen

Es ist nicht alles Gold, was glänzt – doch in diesen Tagen glänzt das Gold besonders hell. Trotz des starken Dollarkurses konnte das Edelmetall in den vergangenen Wochen kräftig zulegen, in Euro sogar noch stärker als in US-Dollar.

Was auf den ersten Blick verwundert, erklärt sich mit einer zweiten Weisheit, die besagt, dass Gold als krisenfeste Währung betrachtet werden kann. Dieser Leitsatz scheint nach wie vor zu gelten und erhält umso mehr Gewicht, als zahlreiche Währungen derzeit schwächeln.

Bestes Beispiel ist der Verfall des russischen Rubels – wer sein Erspartes rechtzeitig in Gold umgetauscht hat, steht heute deutlich besser da.

Aktien von Minenbetreibern: Analysten sehen Kurspotenzial

Doch von der jüngsten Entwicklung profitieren nicht nur diejenigen, die direkt in das Edelmetall investiert haben. Wer etwas risikofreudiger mit seinem Geld umgeht, kann derzeit auch in Aktien von Minenbetreibern investieren. Analysten sehen hier ebenfalls einiges an Kurspotenzial.

Auch das hat mit den Währungen zu tun. Denn die laufenden Kosten wie etwa für das beschäftigte Personal werden in der jeweiligen – tendenziell schwachen – Landeswährung bezahlt, während die Einnahmen in harter Währung erfolgen.

Dadurch sinken die operativen Kosten, die Profitabilität der Minenbetreiber steigt. Und ihnen kommt noch etwas zugute: Der massive Verfall des Ölpreises in den vergangenen Monaten hat die Produktionskosten ebenfalls spürbar gedrosselt. Das Goldminengeschäft ist energieintensiv, umso stärker machen sich rückläufige Ölpreise in den Bilanzen der Firmen bemerkbar.

Währungseffekte hübschen Bilanzen auf

Besonders gut stehen Unternehmen da, die einen Großteil ihrer Goldminen in Regionen der Welt betreiben, in denen eine andere, schwächere Währung als der US-Dollar gilt.

Dies trifft beispielsweise auf Goldcorp zu, aber auch auf Kinross Gold, Yamana Gold und Evolution Mining. Barrick Gold profitiert im Vergleich dazu in geringerem Maße von entsprechenden Währungseffekten.

Steigt der Goldpreis weiterhin, schlägt sich natürlich auch das unmittelbar in den Büchern der Minenbetreiber nieder – und wirkt sich wiederum auf die Entwicklung des jeweiligen Aktienkurses aus.

Gold als Krisenschutz

Dennoch raten Experten, mit dem Investment in solche Aktien vorsichtig zu sein und stärker auf abgesicherte Fonds zu setzen, die geringere Risiken bergen. Konservativ orientierte Anleger sollten sich stattdessen auf das Edelmetall selbst konzentrieren und über Gold als Depotbeimischung nachdenken, um ihr Vermögen zumindest teilweise abzusichern.

Die meisten gehen inzwischen davon aus, dass der Goldkurs in nächster Zeit weiter steigen wird, nachdem er in den letzten beiden Jahren deutlich zurückgegangen war. Einen Höchststand der letzten Jahre hatte der Goldpreis 2011 und 2012 markiert – auf dem Höhepunkt der Euro-Krise.

Und genau die droht nun wieder aufzuflammen, wenn man die erste Regierungswoche unter Alexis Tsipras in Griechenland einmal Revue passieren lässt.

31. Januar 2015

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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