Gold macht, was es soll: Es bricht nach oben aus!

Gold Nuggets – shutterstock_259913636 Billion Photos

Der Goldpreis steigt üblicherweise in dieser Zeit deutlich an. Die Rallye dauert von vor Weihnachten bis Ende Februar. Wir sind auf einem guten Weg. (Foto: Billion Photos / Shutterstock.com)

Wie angekündigt, läuft jetzt die starke Zeit für die Edelmetalle – insbesondere Gold und Silber liegen hier bei vielen Anlegern im Keller. Aber auch per Hebelzertifikat oder Option können Sie hier partizipieren.

Gold hat seine starke Zeit etwa ab dem 23. Dezember bis Ende Februar. Über die letzten zehn Jahr lagen Sie hier als Trader nur einmal im Jahr 2012/2013 daneben. Damals gab es einen Verlust von 4,28 Prozent. Dagegen ist der durchschnittliche Gewinn in diesem Zeitraum in den anderen neun Mal satte 5,31 Prozent. Das kann sich doch sehen lassen!

Interessanterweise hat Gold bereits einen guten Teil dieser Strecke zurückgelegt! Wer am 23.12.2019 eingestiegen ist, konnte Gold für etwa 1.480 US-Dollar kaufen. Gestern stand es intraday schon bei 1.512 US-Dollar! 2 Prozent im Plus sind wir also schon!

Nehmen wir den Durchschnitt von 5,31 Prozent und 1.480 US-Dollar als Basis, könnten wir Ende Februar 1.558 US-Dollar erreichen! Passend dazu lag das Jahreshoch 2019 bei 1.556 US-Dollar. Dieser Bereich hat also Anziehungskraft und ist gleichzeitig auch ein Widerstand, der Gold dann vielleicht erst einmal einbremsen wird.

Goldpreis Chartanalyse 2019/2020

Gold hat den Trendkanal nach oben verlassen und steht jetzt kurz vor dem Bereich um 1.520 US-Dollar. Das ist offensichtlich ein Bereich, in dem es etwas Gegenwehr der Bären geben könnte. Kurz unter 1.520 US-Dollar lagen mehrere Tageshochs in der zweiten Jahreshälfte 2019.

Wird die 1.520 US-Dollar nach oben durchbrochen, liegen aus charttechnischer Sicht die nächsten Ziele bei 1.535 US-Dollar und danach bei 1.555 US-Dollar. Bis dahin hat der Goldpreis laut Saisonalität aber noch zwei Monate Zeit.

Doch glauben Sie den Durchschnittswerten nicht zu sehr. Ja, im Schnitt machte Gold 5,31 Prozent. Das ist soweit korrekt. Allerdings gab es auch in den letzten zehn Jahren keinen Zeitraum, in dem Gold auch nur annähernd das Plus von 5 Prozent erreicht hätte.

Entweder waren es um die 2 bis 3 Prozent, oder wir sind gleich deutlich bullischer gewesen und haben einen Anstieg zwischen 10 und 15 Prozent gesehen.

Fazit Goldpreis bis Ende Februar 2020

Wenn wir also nur die 2 bis 3 Prozent erreichen sollten, sind wir jetzt quasi schon am Ziel. Das wäre allerdings auch untypisch, wenn die Kurse jetzt die nächsten 60 Tage seitwärts laufen würden. Es sieht also momentan eher so aus, als könnten die Goldbullen optimistisch sein und wir sehen erneut einen Anstieg um die 10 Prozent oder sogar noch mehr.

Was wäre der Preis, wenn wir 10 Prozent gewinnen würden? Nehmen wir wieder die 1.480 US-Dollar aus Ausgangspunkt. 10 Prozent Plus würde hier einen Goldpreis von 1.628 US-Dollar bedeuten! So einen Kurs hatten wir zuletzt im Februar 2013! Das ist schon etwas her. Insofern klingt dieser Kurs etwas utopisch, aber lassen wir uns gerne positiv überraschen.

Was wäre, wenn wir sogar fast 15 Prozent zulegen könnten? Einen derartigen Anstieg gab es in den Jahren 2015/2016. Dann lägen wir Ende Februar bei 1.702 US-Dollar. Dort notiert übrigens das Jahreshoch von 2013. Es wäre schon beeindruckend, wenn Gold jetzt tatsächlich den Fuß auf dem Gas halten könnte bis Ende Februar.

Kurse jenseits der 1.600 US-Dollar würde auf jeden Fall die Welt ins Wanken geraten lassen. Jedoch müssen die Negativzinsen auch irgendwann einmal beim Goldmarkt ankommen – auch wenn dieser mit gewaltigem Hebel nach unten gedrückt wird. Wer hier den Daumen drauf hat, wird vermutlich keine 1.700 US-Dollar bis Ende Februar zulassen. Doch lassen wir uns überraschen, wer am Ende das Rennen gewinnt. Vielleicht ist Gold ja für einen starken Kursgewinn gut.

Gold Nuggets – shutterstock_259913636 Billion Photos

Diese Goldaktie sollten Sie sich jetzt ganz genau anschauenEs gibt viele Goldaktien – doch nur wenige haben ein ganz stabiles Geschäftsmodell, das unabhängig von einzelnen Minen funktioniert. Franco Nevada gehört auf jeden Fall dazu. › mehr lesen


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.