Gold mit deutlichem Rücksetzer: Ende der Rallye?

Gold Körner – shutterstock_567952783 optimarc

Während die Notenbanken die Währungen verwässern, ist es nur logisch, dass Gold im Preis klettert. (Foto: optimarc / Shutterstock.com)

Der Anstieg kann sich sehen lassen! Von Unter 1.500 US-Dollar auf fast 2.080 US-Dollar. Gold steht auf einem neuem Allzeithoch – nicht nur in Euro.

Gold Tageschart

Hier sehen Sie die beeindruckende Rallye, die der Goldpreis hingelegt hat. Heute gab es den ersten deutlichen Dämpfer für die Bullen. Das Hoch bei 2.080 wurde nur knapp verpasst. Schon stehen wir aber fast 50 US-Dollar tiefer.

Doch noch gibt es keinen Grund zur Panik. Eine Konsolidierung war überfällig, also wird Gold wohl auch einmal ein oder zwei roten Kerzen produzieren dürfen.

Als Support dient derzeit der Bereich um 1.950 US-Dollar. Fallen wir darunter, könnte es schon etwas brenzliger werden. Natürlich können Sie hier auch die runde 2.000 Marke nehmen. Das wird bereits für einige Marktteilnehmer ein deutliches Zeichen sein, falls wir darunter stehen.

Doch unterm Strich ist heute nichts angebrannt. Ja, üblicherweise steigt Gold vor dem Wochenende. Doch nach dieser beispiellosen Rallye darf sich das Edelmetall auch einmal eine Pause gönnen, selbst wenn es nicht zum optimalen Zeitpunkt geschieht.

Vielleicht nehmen hier heute auch einfach viele Gewinne mit und verkaufen in die Stärke hinein. Nachdem Gold seit mehreren Wochen nur noch steigt, wird es sicherlich auch weiter Investoren geben, die auf steigende Kurse setzen. Ein kleiner Rutsch nach unten würde Gold tatsächlich auch gut tun, damit es nicht überhitzt.

Parallelen zu 2011

Der letzte Höchststand von Gold war Mitte September 2011. Es ist also schon lange 9 Jahre her, dass der Goldpreis sich überhaupt nur in diesen Gefilden bewegte. Jetzt haben wir allerdings einen ähnlich steilen Anstieg auf Wochensicht, wie im Jahre 2011. Damals gab es vor dem Höhepunkt eine rote Wochenkerze, gefolgt von einer grünen. In der Woche darauf stiegen die Kurse noch ein wenig weiter an, schlossen dann aber im Minus.

Wir arbeiten gerade an der 9. grünen Wochenkerze in Folge. 2011 gab es 7 grüne Kerzen am Stück. Es wäre also nicht ungewöhnlich, wenn jetzt auch eine Runde auf hohem Niveau verschnauft wird. Wenn das Muster von 2011 sich wiederholt, könnten wir bald eine rote Wochenkerze sehen im Gold, gefolgt von einer grünen. Das wäre dann das Zeichen spätestens in der folgenden Woche Gewinne mitzunehmen oder abzusichern.

Es gibt auch immer noch Stimmen, die einen Absturz beim Gold prophezeien. Einerseits geht das sicherlich immer, schließlich wird mindestens 200 oder 300 Mal so viel „Papiergold“ gehandelt, wie tatsächliches Gold. Wer hier genug Spielgeld mitbringt, kann den Preis deshalb jederzeit nach unten drücken.

Andererseits hoffen auch noch einige Anleger auf die große letzte Chance noch einmal Gold günstig einzukaufen, bevor wir Richtung 5.000 US-Dollar durchstarten. Das wird sicherlich nicht übermorgen geschehen. Langfristig spricht aber fundamental nichts dagegen, warum Gold sich nicht noch einmal verdoppelt kann. Während die Notenbanken die Währungen verwässern, ist es nur logisch, dass Gold im Preis klettert.

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.