Gold: Stabile Nachfrage und steigende Preise erwartet

Am Aktienmarkt gab es heute eine kleine Achterbahnfahrt. Vor der BrExit-Rede der britischen Regierungs-Chefin waren die Marktteilnehmer sehr nervös. Der deutsche Leitindex DAX verlor über 100 Punkte.

Doch als in der Rede auch versöhnliche Töne auftauchten, lösten sich die Kursverluste am Aktienmarkt weitgehend in Luft auf.

Der DAX verlor nur leicht und erreichte am Ende des Tages 11.540 Punkte. Die politische Unsicherheit kennt aber auch einen Gewinner: Der Goldpreis steigt wieder!

Nachdem der Goldpreis von Januar bis Juli des vergangenen Jahres deutlich zulegen konnte, gab er im 2. Halbjahr 2016 einen großen Teil seiner Gewinne wieder ab.

Doch von Mitte Dezember bis heute legte er wieder einen Zwischenspurt hin.

Geht es nach den Ökonomen des Branchen-Verbandes World Gold Council (WGC), dürfte der Goldpreis in den kommenden Monaten weiter ansteigen.

Denn die Ökonomen des WGC gehen davon aus, dass die Nachfrage nach Gold im laufenden Jahr von einer ganzen Reihe von Faktoren gestützt wird.

Daher sind sie auch optimistisch für den Preis des Edelmetalls, geben aber keine konkrete Prognose ab.

Warum die Nachfrage nach Gold steigen wird

Nach Einschätzung der Ökonomen des WGC wird die Nachfrage nach Gold in den kommenden Monaten v. a. von den steigenden politischen Risiken getrieben.

Sie spielen damit auf die Funktion von Gold als sicherer Hafen für Investoren in Krisenzeiten an.

Die Ökonomen verweisen dabei auf die Wahlen in den Niederlanden, Frankreich und Deutschland. Bei diesen Wahlen könnten Rechtspopulisten stark abschneiden.

In den Niederlanden und in Frankreich könnten diese sogar die Wahlen gewinnen.

Zudem starten die Verhandlungen zwischen Großbritannien und der EU bezüglich des EU-Austritts der Briten. Auch dürfte die Präsidentschaft von Donald Trump in den USA zu Unsicherheiten bei den Anlegern führen.

Jim O’Sullivan, Chief Economist bei High Frequency Economics, der in der aktuellen WGC-Studie zitiert wird, sieht ein nennenswertes Risiko, dass sich die Verhandlungen über den globalen Handel aggressiv entwickeln und dass das Vertrauen der Marktteilnehmer durch die geopolitischen Spannungen beeinträchtigt werden könnte, die durch die neue US-Administration hervorgerufen werden.

Ein weiterer Punkt, der für eine steigende Goldnachfrage und damit auch für einen steigenden Goldpreis spricht, ist das Risiko der Abwertung von Währungen.

Schwache Papierwährungen führen regelmäßig zu einem steigenden Goldpreis.

Hier ist v. a. der Euro zu nennen, der zuletzt durch die anhaltende ultralockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) weiter an Wert verloren hat.

Meine Empfehlung: Setzen auch Sie auf Edelmetalle

Daher empfehle auch ich, dass Sie einen Teil Ihres Vermögens in Edelmetalle investieren sollten.

Je nach Erwartungshaltung und Risiko-Neigung empfiehlt es sich, zwischen 5 und 15% Ihres Vermögens in verschiedene Edelmetall-Investments zu stecken.

Sie können beispielsweise auf physische Edelmetalle setzen (Münzen und Barren als Notgroschen) und den Rest in börsengehandelte (und physisch hinterlegte) Gold- und/oder Silber-ETCs investieren.

Wer es etwas riskanter mag, kann auch auf Gold- und/oder Silber-Aktien setzen.

17. Januar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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