Gold und US-Dollar unter der Lupe

Jetzt da sich die Börse wenig bewegt – kein Wunder bei dem Wetter! –, schauen wir uns einmal wieder den US-Dollar und Gold genauer an. (Foto: optimarc / Shutterstock.com)

Jetzt da sich die Börse wenig bewegt – kein Wunder bei dem Wetter! –, schauen wir uns einmal wieder den US-Dollar und Gold genauer an.

Meist sind diese Charts hilfreich, wenn es darum geht, wichtige Punkte im Markt auszumachen.

EUR/USD – weiter hoch geht es nicht

Beim Währungs-Paar von Euro und US-Dollar ist der Deckel drauf; die 1,13 scheint vorerst unüberwindbar, das zeigt der Chart deutlich.

Auch wenn der Euro seit dem Jahreswechsel stark gelaufen ist – jetzt ist scheinbar Schluss.

Seit einigen Wochen dümpeln die Kurse um die 1,12 und machen kein Anzeichen sich in eine Richtung zu bewegen.

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Solange die Kurse aber noch über der gelben 200-Tage-Linie verlaufen, ist alles im grünes Bereich. Erst unter aktuell etwa 1,08 sähe das Bild düster aus.

Aber was soll schon am Euro wackeln? Der BrExit betrifft den Euro kaum, denn die Briten haben ihre eigene Währung behalten.

Es stehen keine spannenden Wahlen an. Merkel wird es in Deutschland wohl wieder machen. Warum sollte also der Euro in die Knie gehen?

Einzig die USA sitzen hier am Hebel mit Trump, der die Währung wieder nach vorne bringen kann bzw. gerne möchte.

Insofern tritt das Währungs-Paar momentan auf der Stelle, was aber immerhin für Stabilität spricht.

Alle warten auf den nächsten Impuls, damit das Karussell wieder von vorne beginnen kann.

Gold steigt schwächer

Auch hier ist seit diesem Jahr ein Bullenmarkt zu erkennen. Doch der anfangs so starke Trend wird langsam müde.

Zwar gibt es noch höhere Hochs, allerdings hat die Dynamik aktuell etwas abgenommen. Gold orientiert sich eher an der 100-Tage-Linie und dreht kurz danach wieder um.

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Solange die untere Linie des Aufwärtstrends nicht nachhaltig durchbrochen wird, sollte Gold sich im Sommer im Bereich zwischen 1.250 und 1.300 US-Dollar bewegen.

Somit läuft auch hier alles einigermaßen in normalen Bahnen. In den nächsten Wochen und Monaten werden hier aber sicherlich mehr Turbulenzen zu beobachten sein.

Die Sommer-Monate sind selten gut für die Aktien und somit wandert das Kapital in andere Bereiche. Das bekommen auch die Währungen und Edelmetalle zu spüren und reagieren darauf.

Fühlen Sie sich also nicht zu sicher, auch wenn die Charts momentan kaum überraschen.

Überraschende Options-Nachrichten

Da handelt Sie Optionen auf Sicht mehrerer Wochen und Monate und plötzlich kommt eine Nachricht, dass Ihre Margin nicht mehr ausreicht und Sie sich darum kümmern müssen.

Mag das Optionen-Geschäft während der Trades noch so entspannend sein, manchmal trifft uns Trader auch höhere Gewalt und wir müssen handeln.

So kann es durchaus sein, dass bei großen Verschiebungen im Markt, die Margin für einzelne Werte angehoben werden.

Das bedeutet für Sie als Anleger: Ihr Online-Broker verlangt plötzlich von Ihnen mehr Sicherheit in Form von Kapital.

Das ist zum Glück nicht an der Tagesordnung und betrifft Sie kaum mehr als 1x im Jahr, aber es kann vorkommen.

Dann geschieht aber politisch oder wirtschaftlich entsprechend viel, dass Sie dies auf jeden Fall auch einordnen können. Ganz ohne Grund wird die Margin nicht angehoben.

In diesem Fall haben Sie die Möglichkeit entweder das entsprechende Investment zu reduzieren, also Teile davon zu verkaufen, alles zu verkaufen oder das Depot mit Geld aufzufüllen.

Das muss nicht immer heißen, dass Sie mehr Geld einzahlen. Manchmal können auch Trades, die sowieso schon gut im Plus liegen zu diesem Zeitpunkt auch verkauft werden.

Das bringt mehr Kapital ins Depot und kann die kurzfristige Anhebung der Margin ausgleichen.

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.