Gold-Update: Kurzfristig unter Druck – aber langfristig geht´s wieder aufwärts

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Das ging jetzt schnell beim Gold mit der Korrektur. Doch ausgehend vom aktuellen Niveau gibt es wieder gute Chancen für den Sprung auf mehr als 1.500 USD. (Foto: Africa Studio / shutterstock.com)

Gold steht aktuell unter Druck – das kommt für viele Experten nicht überraschend. Immerhin hat der Goldpreis in diesem Jahr in der Spitze um mehr als 25% zugelegt. Das ist ein enormer Anstieg. Daher ist das was wir in diesen Tagen erleben nur eine leichte Preiskorrektur.

Speziell mittelfristig sieht es aber weiterhin gut aus für den Goldpreis. Das sehen auch immer mehr Experten so mit Blick auf die Entwicklung 2020. So haben jetzt die Experten von RBC Capital Markets eine neue Goldprognose veröffentlicht. Darin halten sie einen Goldpreis von bis zu 1.600 USD pro Feinunze im kommenden Jahr für gut möglich.

Die aktuelle Schwäche erklären die Experten gleich mit verschiedenen Faktoren: So ziehen die starken Aktienmärkte weiteres Kapital an. Gleichzeitig sorgen auch erste Schlagzeilen über eine mögliche Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und China für eine positive Stimmung an den Finanzmärkten. Und bei einer solchen Stimmungslage wird dann Gold als Absicherung nicht mehr benötigt.

Experten-Prognose 2020: Durchschnittspreis beim Gold bei mehr als 1.500 USD

Rohstoff-Experte Christopher Louney von RBC Capital Markets bringt es so auf den Punkt: „Wir haben die aktuelle Konsolidierung beim Gold schon seit einiger Zeit erwartet. Unsere Prognose für den Durchschnittspreis beim Gold im 4. Quartal liegt bei 1.484 USD pro Unze.“

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Die Prognose für2020 bleibt aber positiv: „Wir erwarten im kommenden Jahr einen Durchschnittspreis von mehr als 1.500 USD pro Unze – und das ist unsere konservative Annahme. Es ist gut möglich, dass wir sogar einige Male über die Marke von 1.600 USD pro Unze steigen werden beim Goldpreis. Damit erwarten wir einen weiteren deutlichen Preisanstieg im kommenden Jahr.“

Tatsächlich haben viele externe Risiken schon in diesem Jahr Investoren ins Gold getrieben. Und auch wenn wir hier aktuell eine Entspannung sehen, kann sich die Lage doch wieder sehr schnell verschlechtern. So gibt es noch nichts Konkretes zum Handelskonflikt zwischen den USA und China. Und auch die Spannungen zwischen den USA und der EU sind noch lange nicht gelöst.

Und dann wäre da auch noch der Brexit als Risikofaktor. Der hat bislang kaum eine Rolle gespielt – vielleicht auch weil es doch noch sehr abstrakt abgelaufen ist. Aber 2020 wird es wohl endgültig zum Bruch zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU kommen.

Insofern kann es sich jetzt anbieten, schon Goldpositionen für 2020 aufzubauen – denn immerhin notiert der Goldpreis in diesen Tagen auf dem niedrigsten Niveau seit mehr als 3 Monaten.


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Heiko Böhmer
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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