Gold: Wie Anleger von Trump profitieren können

Es war eine denkwürdige Pressekonferenz, die Donald Trump vor wenigen Tagen abgeliefert hat – wieder einmal, muss man sagen. Denn […]

Es war eine denkwürdige Pressekonferenz, die Donald Trump vor wenigen Tagen abgeliefert hat – wieder einmal, muss man sagen. Denn inzwischen beginnt nahezu jede Nachrichten-Sendung mit einem täglichen Update aus dem Weißen Haus.

Skandale, Affären und sonstige Aussetzer reihen sich in so hoher Geschwindigkeit aneinander, dass es schwerfällt, noch den Überblick zu behalten oder einzelne Geschichten länger weiterzuverfolgen.

Dass inzwischen selbst der republikanisch geprägte US-Fernsehsender Fox News auf Distanz zu Trump geht, spricht Bände.

Fest steht nur: Die Verunsicherung nimmt zu. Trump zeigt sich als dünnhäutig und aufbrausend, auf der anderen Seite scheint er in einer komplett verschobenen Realitäts-Wahrnehmung zu leben.

Was das für die globalen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen der kommenden vier Jahre bedeuten mag, lässt sich nur schwer vorhersehen.

Depot absichern – traditionell mit Gold

Ein guter Zeitpunkt also für Anleger, sich Gedanken zu machen über ihre Depot-Absicherung.

Das zeigt sich v. a. an der Entwicklung des Goldpreises: Zuletzt konnte das Edelmetall nach monatelanger Flaute wieder kräftig zulegen.

Seit Jahresbeginn hat sich der Preis je Feinunze von rund 1.150 auf fast 1.250 Dollar erhöht – Tendenz steigend.

Denn neben der politischen Verunsicherung, die maßgeblich durch Trump und seinen Stab verursacht wird, steigen auch die Inflations-Erwartungen an den Märkten.

Dass in Europa neben wichtigen Wahlen in Frankreich, den Niederlanden und Deutschland auch die Verschuldung Griechenlands wieder vermehrt auf die Agenda rückt, macht die Lage nicht besser.

Experten empfehlen seit jeher eine Goldbeimischung zum Depot in der Größenordnung von rund 10%.

Im Krisenfall steigt dessen Wert i. d. R. an, Verluste an anderer Stelle können auf diese Weise zumindest abgemildert werden.

Voraussetzungen und Rahmenbedingungen prüfen

Da Gold jedoch im Gegensatz zu anderen Anlageformen weder Zinsen noch Dividenden abwirft und sich die Rendite allein durch die Kurs-Entwicklung ergibt, sollten Anleger vor einer Investition in das Edelmetall genau prüfen, welche Variante für sie die beste ist.

Es gibt bekanntlich verschiedene Möglichkeiten, in Gold zu investieren.

Der Erwerb physischen Goldes in Form von Barren oder Münzen zieht Lager- und Versicherungs-Kosten nach sich. Daneben gibt es jedoch auch börsengehandelte Produkte.

Besonders beliebt sind Goldanleihen, sogenannte ETCs, welche die Wertentwicklung des Edelmetalls abbilden.

Allerdings stehen auch hier verschiedene Varianten zur Auswahl, die unterschiedliche Risiken mit sich bringen. So sind beispielsweise nicht alle ETCs für den Fall einer Insolvenz des Emittenten besichert.

Steuervorteile möglich

Zudem gibt es die Option, in physisch hinterlegte ETCs zu investieren. Dabei kauft der Emittent die entsprechende Goldmenge tatsächlich ein und lagert diese physisch.

Mitunter haben Investoren sogar das Recht, sich das physische Gold nach Hause liefern zu lassen. Grundsätzlich sollten Goldanleger sich kundig machen, welche Varianten für sie auch steuerlich am sinnvollsten sind.

Dies hängt neben dem individuellen Einkommenssteuersatz auch mit der gewünschten Haltedauer zusammen.

Risikofreudige Anleger haben darüber hinaus die Möglichkeit, Aktien von Goldminen-Betreibern zu erwerben. Dafür braucht es jedoch ein geschicktes Händchen und eine gewisse Grundbereitschaft zur Spekulation.

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.