Goldaktien billiger als während der Finanzkrise

Die Bewertungen bei Rohstoffaktien sind weiterhin auf dem Rückzug. Man muss schon extrem lange in der Historie zurückschauen, um überhaupt noch einmal auf solche Niveaus zu kommen, die wir aktuell erleben.

Ich will an dieser Stelle auch eher vorsichtig mit der Wortwahl sein. Aber aktuell komme ich um den Ausdruck „Historische Baisse“ nicht herum.

Im Verhältnis zum Goldpreis waren Goldminen noch nie so günstig. Was genau dahintersteckt hat mein Kollege Oliver Gross, der Chefredakteur des Börsendienstes „Der Rohstoff-Anleger“, ganz aktuell analysiert. Lesen Sie heute dazu seine Ausführungen:

„So extrem niedrige Bewertungen wie aktuell werden Sie in Ihrem Investoren-Leben nur ganz selten erleben und wahrnehmen können. Jeder Investor, der in früheren Phasen antizyklisch bei historischen Tiefständen aktiv wurde und eingekauft hatte, der kam im darauffolgenden Bullenmarkt in der Goldminenbranche in den Genuss ein wahres Vermögen zu verdienen.

Zum Beispiel stieg der große Amex Gold Bugs Index (HUI) von 2000-2011 um weit über 1.500% an – und das war eine Index-Performance! Viele einzelne Goldminen schafften diese Gewinnflut noch stark zu übertrumpfen.

Oliver Gross sagt: „Wer nahe der Tiefpunkte kauft, nimmt die volle Performance mit.“

Ich schaue mir für Sie natürlich auch noch eine große Anzahl an anderen Faktoren und Bewertungs-Kennziffern an, die ich stets für Sie genau verfolge. Auch hier ist den meisten Fällen ersichtlich, dass wir auf bzw. nahe historischen Tiefständen stehen, die immer das Fundament für die darauffolgende Hausse bildeten.

Eine wichtige Bewertungs-Kennziffer bei den Goldproduzenten ist daher bspw. auch das sogenannte Preis-Cashflow Verhältnis . Konkret bedeutet es, dass hier der operative Cashflow ins Verhältnis zum Börsenwert gesetzt wird. Generell gilt hier: Preis-Cashflow-Verhältnisse unter 8 sind bei börsennotierten Firmen attraktiv und sprechen für eine günstige Bewertung.

Bei den Goldproduzenten haben wir hier sogar die Tiefstände vom Herbst 2008 unterschritten und stehen aktuell bei weniger als 6. Der durchschnittliche Börsenwert der Goldförderer liegt somit bei gerade einmal dem 6-Fachen des jährlichen Cashflows, der in den Goldminen erwirtschaftet werden kann. Auch das ist eine weitere Tatsache für die aktuell extrem niedrige Bewertung im Minensektor.“

29. April 2015

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Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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