Goldaktien mit besseren Chancen als Gold

Eine aktuelle Analyse von JP Morgan zeigt ganz klar: Die Experten erwarten für Goldaktien eine deutlich bessere Performance als für Gold. (Foto: optimarc / Shutterstock.com)

Zum Ende der vergangenen Woche ging es beim Gold und Silber deutlich nach oben.

Dies war jedoch nur eine kurzfristige Reaktion auf die Entscheidung der US-Notenbank, die Zinsen nicht anzuheben.

Immerhin hat sich die Stimmung etwas zu Gunsten der Edelmetalle verschoben. Das ist nicht mehr als eine Momentaufnahme.

iel spannender ist es doch zu schauen, wie die Experten der Branche die weiteren Aussichten für Gold und auch Goldaktien einschätzen.

Passend dazu hat jetzt JP Morgan eine neue Analyse vorgelegt. Die Grundtendenz dieser Analyse ist klar: Der Optimismus der Experten hat wieder zugenommen.

In Zahlen ausgedrückt lässt sich das so festhalten: Immerhin 72% der Befragten erwarten einen Anstieg des Goldpreises innerhalb der nächsten 3 Jahre. Das hört sich zunächst gut an.

Doch der Dämpfer kommt direkt hinterher: So erwartet die große Mehrheit der befragten Investoren einen langfristigen Goldpreis im Bereich zwischen 1.200 – 1.300 Dollar pro Unze.

Gleichzeitig sind die Erwartungen deutlich zurückgegangen, die einen Goldpreis von mehr als 1.500 Dollar erwarten.

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Mehr als 1/3 der wichtigen Investoren will Edelmetall-Positionen ausbauen

Immerhin wollen 36% der Befragten innerhalb der nächsten 12 Monate ihren Anteil an Goldinvestments erhöhen.

Vor 1 Jahr lag das Vergleichs-Ergebnis in dieser Umfrage nur bei 33%. Was ist die bevorzugte Anlageklasse um weiter im Edelmetall-Sektor aktiv zu sein?

Auch auf diese Frage liefert die Analyse eine klare Antwort. 71% der Befragten erwarten das Goldaktien den Goldpreis wieder hinter sich lassen werden.

Sehr aufschlussreich ist auch der Blick auf die Kostenseite: Hier liegt nach Ansicht der Analyse von JP Morgan noch weiteres Potenzial für Senkungen der Produktionskosten.

Immerhin 67% der Befragten erwarten weitere Möglichkeiten zur Absenkung der Gesamtkosten.

Das bezieht sich vor allen Dingen auf die derzeit deutlich geringeren Kapitalausgaben für die Minen.

Bei einem niedrigen Goldpreis ist es eben so, dass die Produzenten weniger Kapital aufwenden, um aktuelle Vorkommen weiter auszubauen. Das sollte die Gesamtkosten bei diesen Vorkommen kurzfristig erst einmal senken.

An dieser Analyse sehen Sie ganz klar: Die Vorzeichen bei den Edelmetallen hellen sich wieder auf, doch bis zu einer neuen Euphorie ist es noch ein weiter Weg.


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Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

Ob DAX-Titel, Rohstoff oder Emerging Marktes-Aktie: Heiko Böhmer bringt Ihnen in seinem täglichen Newsletter diese Themen näher. Neue Trends findet er dabei vor allem auf den vielen Reisen zu Finanzmessen im In- und Ausland, über die er in seinem Newsletter ausführlich berichtet.