Gold-Aktien schwach – aber der Trend wird bald wieder drehen

Die Schwäche der Gold-Aktien setzt sich auch in der Weihnachtswoche fort.

Wie stark die aktuelle Korrektur ausfällt, zeigt der Blick auf die Entwicklung der vergangenen 6 Monate:

Gold im letzten halben Jahr im freien Fall

Bis in den August hinein kletterten die Aktienkurse der großen Goldminen deutlich an. Beispielsweise erreichte der HUI Index ein Hoch von rund 280 Punkten.

Doch seitdem befinden sich viele Kurse von Goldminen auf dem Rückzug.

Das lässt sich an diesem Index gut ablesen, denn darin sind immerhin 15 maßgebliche weltweit aktive Goldproduzenten enthalten.

Die großen Namen der Branche wie Barrick Gold oder Newmont Mining sind natürlich in diesem Index mit dabei.

Insofern ist es schon ein deutliches Signal, wenn dieser Index seit dem Jahreshoch im August bis jetzt rund 40% an Wert verloren hat.

Allerdings stellt sich natürlich jetzt kurz vor dem Jahreswechsel die entscheidende Frage:

Wird der Kursrückgang bei den Goldminen weitergehen oder erleben wir Anfang 2017 wieder eine positive Entwicklung?

Genau dieser Frage hat sich mein Kollege Oliver Groß in diesen Tagen gewidmet. Wie er die Lage kurz vor Weihnachten bei den Minen werden einschätzt, lesen Sie hier:

Gold- und Silberminen warten auf Bodenbildung

Obwohl sich die Metallpreise stabilisiert haben, lässt der Druck bei vielen Gold- und Silberminen aktuell kaum nach. Die Frage lautet dabei: Was steckt dahinter?

Für Sie habe ich die Gründe der aktuellen Schwäche analysiert:

  • Steuerbedingte Verkäufe (= „Tax loss selling“) in Kanada & den USA – jedes Jahr ein bekanntes Phänomen.
  • Klassische Bilanzpolitik/-kosmetik (= „Window dressing“) bei zahlreichen Fondsmanagern zum Jahresende.
  • Anpassungen in großen und einflussreichen Minen-Indizes und ETFs verstärken Verwerfungen.
  • Gewinn-Mitnahmen und -Realisierungen, bevor die Bücher für das Jahr 2016 geschlossen werden.
  • Sehr negatives Sentiment und eine hohe Nervosität belasten v. a. die kleinen Minen-Aktien.
  • Nachrichtenarme Zeit auf der Firmenseite verstärkt aktuell die Zurückhaltung der Investoren.

Alle genannten Gründe sind ganz normale Phänomene am Kapitalmarkt, deren Einfluss in einem schwachen Marktumfeld umso größer werden kann.

Versuchen Sie, ruhig und gelassen zu bleiben und lassen Sie sich nicht von der aktuellen, sehr anspruchsvollen Marktlage verunsichern. Sie werden auch diese überstehen.“

22. Dezember 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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