Goldausblick: Jetzt geht`s weiter nach oben

Die hohen Preise der Edelmetalle sorgen für viele positive Einschätzungen von Seiten der Analysten.

Darauf kann man sich fast verlassen, wenn sich ein klarer Trend am Rohstoffmarkt ergibt. Daher erschienen auch am Anfang des Jahres etliche negative Preisprognosen.

Im Grunde war es da für viele Analysten nur noch eine Frage der Zeit bis der Goldpreis unter 1.000 Dollar pro Unze fallen würde. Doch daraus wurde nichts.

Ausgehend vom Januar-Tief bei rund 1.050 Dollar hat der Goldpreis jetzt eine beeindruckende Rally hingelegt. Daher lohnt es sich tatsächlich genau, auf die aktuellen Preisprognosen zu schauen.

So haben die Rohstoff-Experten von UBS das kurzfristige Preisziel für Gold auf 1.400 Dollar angehoben.

Im Jahres-Durchschnitt erwartet die UBS jetzt 1.280 Dollar nach zuvor 1.225 Dollar pro Feinunze. Gerade in 2. Halbjahr sollte der Durchschnittspreis mit 1.340 Dollar deutlich höher ausfallen.

Fakt ist: Im 1. Halbjahr lag der durchschnittliche Goldpreis nur bei 1.221 Dollar – also deutlich unterhalb der nun vorgelegten Prognose.

Einen Durchschnittpreis im Bereich um1.340 Dollar gab es im Übrigen zuletzt im 3. Quartal 2013 mit exakt 1.327 Dollar. Danach ging es doch deutlich nach unten.

Immer mehr Investoren entdecken Gold – das treibt den Preis an

Laut UBS soll der nächste Schub beim Gold vom wachsenden Investoren-Interesse angetrieben werden.

Speziell geht es darum, dass viele neue Investoren Gold ins Depot nehmen, weil Alternativen wie Staatsanleihen eben kaum noch zählbare Renditen abwerfen.

Die Commerzbank-Experten haben die aktuelle Preisprognose für das Jahresende von 1.250 auf jetzt 1.350 Dollar angehoben. Auch das ist ein klares positives Signal.

Da die US-Notenbank in den nächsten Monaten wohl kaum die Zinsen anheben wird, dürfte das positiv auf den Goldpreis wirken. Noch optimistischer sehen die Rohstoff-Experten der französischen Bank Natixis die kurzfristige Entwicklung beim Goldpreis.

Hier liegt die Prognose für die kommenden 2 Monate bei 1.450 Dollar. Das entspricht immerhin einem weiteren Preisschub um 6%.

Das ist deutlich weniger als die 10%, die der Goldpreis seit dem Brexit-Votum in Großbritannien zugelegt hat – und das ist erst 2 Wochen her.

Hier sehen Sie ganz deutlich: Diese kurzfristigen Preisprognosen können bei der Fortsetzung der positiven Marktstimmung tatsächlich eintreffen.

7. Juli 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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