Goldcorp-Aktie: Blitzstart ins neue Jahr

Aktuell läuft es wieder rund bei vielen Rohstoff-Aktien. Das gilt nicht nur für die kleinen Titel, die extrem auf Preis-Entwicklungen bei den Rohstoffen reagieren.

Das gilt zudem auch für die großen Unternehmen der Branche, die normalerweise etwas weniger stark auf Preisbewegungen anspringen.

So sieht es aktuell bei Goldcorp aus

Ein gutes Beispiel hierfür ist der kanadische Produzent Goldcorp:

Nach einer massiven Schwäche in im zweiten Halbjahr 2016 ist Goldcorp jetzt seit Dezember die Trendwende gelungen.

Ausgehend vom 52-Wochen-Tief Mitte Dezember hat die Aktie bis jetzt schon wieder um rund 37% zugelegt.

Der erste Schub bei der Aktie ging sicherlich auf das Konto der positiven Goldpreis-Entwicklung. Der 2. Schub wurde dann ausgelöst durch die Bekanntgabe der Produktions-Zahlen für 2016.

Mitte Januar informierte Goldcorp darüber, wie das Geschäftsjahr 2016 bezogen auf die Produktion und auch auf die Produktions-Kosten verlaufen ist.

Dabei erreichte das kanadische Unternehmen die eigenen Vorgaben mit einer Jahres-Produktion von 2.87 Mio. Unzen Gold.

Goldcorp senkt die Kosten stetig weiter…

Doch ganz entscheidend sind natürlich bei so großen Produzenten dann die Kosten – und auch hier kann Goldcorp überzeugen:

Denn nach Angaben des Managements liegen die Gesamt-Kosten der Produktion am unteren Ende der ursprünglich genannten Vorgabe von 850 – 925 Dollar pro Unze Gold.

Welche Auswirkungen diese guten vorläufigen Zahlen auf die Ertragskraft bei Goldcorp haben, werden wir schon am 15. Februar erfahren.

Dann wird der kanadische Konzern die Bilanz 2016 und den Ausblick 2017 vorlegen.

Schon jetzt ist klar, dass es im laufenden Geschäftsjahr kein Wachstum geben wird. Das liegt an einfachen operativen Entscheidungen des Unternehmens:

So wurde die Los-Filos-Mine verkauft und die Marlin-Mine geschlossen.

Im Endeffekt dürfte daher nach Angaben des Managements die Produktion im laufenden Geschäftsjahr rund 2.5 Mio. Unzen betragen.

Die Gesamt-Kosten der Produktion sollen dabei im laufenden Jahr nur noch bei 850 Dollar pro Unze liegen.

… und steigert so die Ertragskraft

Auf Sicht der nächsten 5 Jahre steht Goldcorp aber wieder für Wachstum. In diesem Zeitraum will die Firma die eigene Produktion auf rund 3 Mio. Unzen – und damit um 20% – steigern.

Eine andere Zahl ist noch beeindruckender: Im gleichen Zeitraum will das Management die Produktions-Kosten sogar um 20% senken in einem Bereich um 700 Dollar pro Unze.

Das soll gelingen durch den stärkeren Fokus auf Kosten-Effizienz und Steigerungen der Produktivität.

Sollte sich also der Goldpreis auf Sicht der kommenden 5 Jahre nicht bewegen und weiterhin bei 1.200 Dollar verharren, würde allein schon durch die Absenkung der Kosten die Ertragskraft bei Goldcorp steigen.

Genau das ist es, was die Investoren derzeit schon überzeugt.

8. Februar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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