Goldcorp-Bilanz: Ertragskraft stark gestiegen

Auch bei den Rohstoffen läuft die Bilanz-Saison jetzt auf Hochtouren:

In den vergangenen Tagen legten unter anderem Goldcorp und Barrick Gold die aktuellen Daten zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 vor.

Das ist Anlass genug, heute noch einmal genauer auf die Bilanzen von 2 der führenden weltweiten Goldkonzerne zu schauen.

2016 ging es bergauf mit der Ertragskraft

Eine Sache ist jetzt schon klar, und das sollte auch Sie positiv stimmen:

Die Ertragskraft der großen Goldproduzenten hat im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder deutlich zugenommen.

Das haben sowohl Goldcorp als auch Barrick Gold unter Beweis gestellt.

Heute steht an dieser Stelle die Bilanz von Goldcorp im Fokus. Morgen blicke ich dann bei Barrick Gold auf die Bilanz des weltgrößten Goldproduzenten.

Goldcorp erzielte wieder Jahresgewinn

Besonders drastisch ist der Umschwung beispielsweise bei Goldcorp:

Das kanadische Unternehmen konnte den klaren Verlust aus dem vergangenen Jahr jetzt in einen Nettogewinn von 101 Mio. Dollar allein für das 4. Quartal 2016 verwandeln.

Hier sorgten vor allen Dingen niedrigere Produktions-Kosten bei den Minen für eine Steigerung der Ertragskraft.

Gleichzeitig profitierte Goldcorp natürlich auch vom höheren durchschnittlichen Goldpreis im abgelaufenen Geschäftsjahr.

So lag im 4. Quartal 2016 der durchschnittliche Goldpreis 10% höher als 1 Jahr vorher und erreichte wieder 1.216 Dollar pro Unze.

Diese beiden Faktoren haben die Ertragskraft klar gesteigert:

So verringerten sich die Gesamtkosten der Produktion extrem stark, und zwar von 787 Dollar auf nur noch knapp 750 Dollar pro Unze.

Diese Daten gelten für das 4. Quartal. Im Gesamtjahr fiel der Rückgang der Produktions-Kosten nicht so stark aus.

Aber die hier erzielten 856 Dollar pro Unze bieten auf dem aktuellen Preisniveau von rund 1.200 Dollar pro Unze immer noch eine gesunde Gewinnmarge.

Ganz anders ist die aktuelle Produktions-Entwicklung bei Goldcorp:

Jahrelang stand Wachstum ganz oben auf der Prioritäten-Liste. Doch jetzt geht der Konzern einen anderen Weg: Jetzt geht es darum, die Ertragskraft weiter zu steigern.

2017 wird die Produktion bei Goldcorp etwas sinken – aber das ist der Plan

Daher liegt auch die Produktions-Prognose für das laufende Jahr nur noch bei 2.500.000 Unzen nach den zuletzt berichteten 2.870.000 Unzen Gold.

Allerdings sollten die Produktions-Kosten aber bei 850 Dollar bleiben. Mittelfristig strebt Goldcorp aber dann wieder die Rückkehr in die Wachstums-Zone an.

So will das Unternehmen die Produktion und auch die Reserven um 20% steigern – auf Sicht der nächsten 5 Jahre.

Hier sehen Sie ganz deutlich: Goldcorp hat die schwierige Zeit am Rohstoffmarkt hinter sich gelassen.

Die Ertragskraft ist wieder da und auch auf dem aktuellen Niveau sprudeln die Gewinne. Insofern sind bei Aktien aus diesem Segment auch wieder höhere Kurse denkbar.

20. Februar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

Ob DAX-Titel, Rohstoff oder Emerging Marktes-Aktie: Heiko Böhmer bringt Ihnen in seinem täglichen Newsletter diese Themen näher. Neue Trends findet er dabei vor allem auf den vielen Reisen zu Finanzmessen im In- und Ausland, über die er in seinem Newsletter ausführlich berichtet.

Regelmäßig Informationen über Marktanalysen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Heiko Böhmer. Über 344.000 Leser können nicht irren.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt