Goldene Ostern bei den Edelmetallen

Die Aktienindizes befinden sich im Leerlauf; weder gibt es einen fast zu erwartenden Abverkauf, noch gibt es neue Jahreshochs.

Klammheimlich haben sich unterdessen Rohöl und die Edelmetalle nach oben gearbeitet; bei Brent lässt sich ein baldiger Ausbruch nach oben als wahrscheinlichstes Szenario ausmachen.

In der Folge sind allerdings Gold und Silber genauer an der Reihe.

Gold findet mittelfristig Käufer

Im unten eingefügten Chart sehen Sie den Goldpreis im Wochenchart auf Sicht der letzten 16 Monate.

Seit Ende Dezember hat Gold scheinbar den Boden gefunden und baut seitdem konstant höhere Hochs.

Es gab nur 3 Wochen, die mit einem Verlust endeten. Ganz nebenbei hat Gold diese Woche einen wichtigen Widerstand durchbrochen und hat jetzt Luft nach oben.

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Sogar die rote Abwärts-Trendlinie wird vermutlich auf Wochenschlusskurs bezwungen. Der blaue Widerstand konnte nach mehreren Versuchen auch endlich durchbrochen werden.

Außerdem zeigt der Trendkanal – in Grün eingezeichnet – steiles Wachstum an.

Ich könnte mir vorstellen, dass in der Woche nach Ostern ein Versuch gestartet wird, die Kurse wieder unter die Abwärtstrendlinie zu drücken.

Anleger sollten deshalb am Ball bleiben und achtsam sein, inwieweit Gold diesen Trend tatsächlich ad acta legen kann.

Sollten die Bullen den April über durchhalten, sind auch Kurse jenseits der 1.300 US-Dollar pro Feinunze Gold realistisch.

Spannend wird es v. a., wenn sich die Kurse dem Vorjahres-Hoch bei 1.370 US-Dollar nähern.

Allerdings sollten Sie auch dann die geopolitischen Hintergründe beachten; Gold steigt nicht grundlos.

Ist Silber das bessere Gold?

Silber hat bereits den Abwärtstrend deutlich hinter sich gelassen. Den oben angesprochenen und theoretischen Versuch, Gold unter die rote Linie zu drücken, hat Silber bereits hinter sich.

Wie Sie im unteren Chart sehen, wurden nach dem Ausbruch die Kurse einmal Richtung Abwärts-Trendlinie befördert, doch weiter ging es nicht.

Silber kämpft sich weiter nach oben. Ein aktueller Widerstand befindet sich bei ca. 18,50 US-Dollar. Das war das Sommertief 2016 und aktuell befindet sich Silber im Ringkampf mit dieser Marke.

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Doch auch hier zeigt der Aufwärtstrend, dass Silber rosige Zeiten bevorstehen können. Werden von den Bullen noch ein paar Widerstände aus dem Weg geräumt, ist die 20-US-Dollar-Marke in greifbarer Nähe.

Parallel zum Gold ist aber auch beim Silberpreis das Jahreshoch von 2016 der alles entscheidende Punkt.

Sobald wir darüber notieren, könnte eine neue Rallye starten. Doch bis dahin haben die Anleger noch einige große Schlachten zu gewinnen.

Mythos: Optionen handeln ist nur etwas für Profis

Optionen stellen in gewisser Weise ein Randgruppe der Handels-Produkte an der Börse dar.

Wie viele in Ihrem Bekanntenkreis sind an der Börse aktiv? Wie viele haben davon Aktien im Depot? Wie viele handeln mit Hebel-Zertifikaten oder ETFs?

In den meisten Fällen war es das schon. Nur wenige Anleger „trauen“ sich in den Optionenmarkt einzusteigen; aber warum eigentlich?

Früher gab es als Begründung die fehlende Handels-Software. Das ist korrekt, zählt aber heute nicht mehr. Diverse Online-Broker erlauben Ihnen inzwischen, bequem Optionen zu traden.

Außerdem gibt es online unglaublich viel Informationen zum Optionen-Handel; wer will, kann sich in kürzester Zeit Wissen aneignen und seine ersten Handels-Ideen umsetzen.

Ich selbst bin immer wieder aufs Neue beeindruckt, wenn ich sehe, wie hoch der Alters-Durchschnitt der Abonnenten unserer Premiumdienste von Michael Sturm ist.

Wenn ich sehe, wie viele über 60 oder 70-Jährige sich an das Optionen-Geschäft herantrauen, muss ich meinen Hut ziehen.

Es liegt also nicht am Alter oder an der Software. Wie bei Vielem im Leben, entscheidet auch hier die persönliche Einstellung über den Erfolg.

13. April 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

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