Goldene Zeiten?

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Trends früh zu erkennen, beschert Ihnen die höchsten Profite. Bei diesem Rohstoff zeichnet sich ein neuer Langfrist-Trend ab. (Foto: optimarc / Shutterstock.com)

Was unterscheidet die Bekleidungsbranche von der Börse? Es gibt tatsächlich 3 Merkmale:

Mode-Trends sind in aller Regel einmalig. Am Finanzmarkt kehren Trends meist irgendwann wieder zurück.

Mit den Kursen von Aktien oder Rohstoffen geht es aber nicht nur bergauf, sondern auch nach unten: Wir haben es also sowohl mit Auf-, als auch mit Abwärtstrends zu tun. Und der dritte Unterschied:

Am Aktienmarkt existieren lang-, mittel- und kurzfristige Trends, die zeitweilig durchaus entgegen gesetzt verlaufen können: So kann beispielsweise der langfristige Trend abwärts zeigen, während der Markt mittel- und kurzfristig aufwärts tendiert.

Als Anleger profitieren Sie dann am meisten, wenn Sie einen langfristigen Aufwärtstrend früh erkennen: Dann können Sie nahezu von Beginn an dabei sein.

Genau das zeichnet sich derzeit im Goldpreis ab.

Lukrative Trends beim Gold

In der Historie neigt der Goldpreis zu zeitlich besonders stark ausgeprägten Trends. Schauen wir uns das einmal auf einem bis 1973 zurückreichenden Chart an.

Vorab noch zur besseren Einordnung für Sie:

Als langfristig gelten Trends, die mehrere Monate bis Jahre andauern. Mittelfristige Trends beginnen bei mehreren Wochen, die sich auf Monate ausdehnen können. Kurzfristige Trends hingegen reichen von mehreren Tagen bis hin zu Wochen.

Lukrative Langfrist-Trends im Goldpreis in USD / Feinunze

Da es sich hier um einen Monats-Chart handelt, sehen Sie nur langfristige Trends. Zur besseren Übersicht habe ich Ihnen zusätzlich zu den markanten Hoch- und Tiefpunkten noch die prozentualen Gewinne und Verluste der jeweiligen Trends angegeben.

Sie sehen: Mit dem Goldpreis lässt sich viel Geld verdienen, wenn Sie auf diese Trends setzen. Last not least:

Beim Goldpreis existiert – sozusagen als Sahnehäubchen – auch noch ein Mega-Aufwärtstrend (gestrichelte grüne Linie).

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Gute Chancen auf einen langfristigen Aufwärtstrend

Wenn Sie etwas genauer hingeschaut haben, dann wird Ihnen bereits aufgefallen sein, dass sich der letzte Monatsbalken im Chart oberhalb des im Jahr 2011 etablierten Abwärtstrends befindet.

Schauen wir uns das nun einmal näher an. Dazu zoomen wir in den Kursverlauf hinein und betrachten einen Wochen-Chart:

Goldpreis in USD / Feinunze: Eine letzte Hürde steht noch im Wege

Der gelbe Kreis kennzeichnet den Ausbruch des Goldpreises aus dem Abwärtstrend seit 2011. Gut zu erkennen:

Der letzte Versuch eines Trendbruchs (blaue Ellipse) scheiterte im 1. Halbjahr 2018. Die Chancen dafür, dass es dieses Mal gelingt, stehen besser: Der Goldpreis hat sich bereits deutlich stärker von der Abwärtstrendlinie absetzen können, als im Vorjahr.

Und noch etwas sehen Sie hier: Der Goldpreis schickt sich an, wieder in den im Dezember 2015 initialisierten Aufwärtstrend zurückzukehren.

Die für Sie jetzt entscheidende Marke

Noch ist der Goldpreis damit aber nicht aus dem Schneider. Es gilt noch eine wichtige Hürde zu nehmen:

Das Top aus dem Jahr 2016 bei 1.366,25 USD (pinkfarbene Linie) muss überboten werden. Warum ist das so bedeutsam? Nun:

Ein Aufwärtstrend definiert sich, wie Sie wissen, durch immer höhere Hochs und höher gelegene Tiefpunkte. Gelingt dem Goldpreis der Anstieg über das 2016er-Top, dann ist der Aufwärtstrend aus dem Jahr 2015 wieder in Kraft gesetzt – dann muss die Aufwärtstrendlinie natürlich noch neu justiert werden.

Fazit

An den Finanzmärkten profitieren Sie von Trends. Je länger diese andauern, umso höher fällt dann fast immer auch Ihr Gewinnpotenzial aus.

Je früher Sie „dabei“ sind, umso höher ist das Kuchenstück, dass Sie sich aus diesem Trend herausschneiden können. Beim gelben Metall zeichnen sich in diesen Wochen wieder goldene Zeiten ab.

Dazu muss der Goldpreis jedoch noch eine letzte wichtige Hürde bei 1.366,25 USD/Feinunze überwinden. Wenn das gelingt, verdienen Sie damit gewiss mehr als mit dem nächsten Modetrend.


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Andreas Sommer
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.