Goldmarkt: Das sind die größten Produzenten

Bei den Topplätzen der Produzenten hat sich nicht verändert. Doch bei Barrick Gold und Newmont Mining, den beiden größten Produzenten, ging die Menge zurück. (Foto: optimarc / Shutterstock.com)

Gestern ging es an dieser Stelle um die größten Goldförderbänder. Heute stehen jedoch die größten Goldproduzenten im Fokus. Auch hier erscheinen regelmäßig top Listen der größten Unternehmen weltweit. Schon seit etlichen Jahren nimmt dort Barrick Gold den ersten Platz ein.

Das war auch 2014 wieder so. Allerdings hat sich dort im Vergleich zum Vorjahr viel verändert. Die gesamte Produktionsmenge von Barrick Gold ist immerhin um 13 % auf nur noch 194,4 Tonnen gesunken. Damit verringerte sich der Abstand zum zweitgrößten Produzenten Newmont Mining deutlich.

Aber auch bei Newmont Mining ging es 2014 deutlich mit der Produktion zurück. Allerdings fiel dieser Rückgang mit 4 % geringer aus als beim Marktführer Barrick Gold. Die Unternehmen auf den weiteren Plätzen haben deutlich zugelegt.

Im Einzelnen sind das Anglo Gold Ashanti aus Südafrika, Goldcorp aus Kanada und Kinross Gold ebenfalls aus Kanada. Diese Unternehmen haben zwischen 3 und 8% bei der Goldproduktion im Jahr 2014 zugelegt.

Goldbranche legt den Fokus jetzt auf die Ertragskraft und nicht mehr auf Wachstum

An dem Rückgang bei den Spitzenunternehmen wird auch deutlich, wo die Probleme in der Branche liegen. Über Jahre hinweg stand Wachstum um jeden Preis an erster Stelle. Dafür wurden viele neue Minenprojekte übernommen. Doch viele Projekte benötigen deutlich höhere Goldpreise, als die aktuell zu erzielen sind.

Stellen Sie sich vor: Manche Goldprojekte rechnen sich erst ab einem Goldpreis von mehr als 1.800 Dollar pro Feinunze. Davon sind wir derzeit weit entfernt. Was bedeutet das für die großen Produzenten? Sie lassen diese Projekte links liegen und entwickeln sie nicht weiter. Es rechnet sich einfach nicht.

Barrick Gold hat auch als Ziel ausgegeben, die Ertragskraft in den Vordergrund zu stellen und das Wachstum nicht weiter zu verfolgen. Es ist einfach zu teuer, neue Vorkommen in Produktion zu bringen. Im Grunde sagt der Blick auf die aktuellen Produktionsmengen ja nichts über die Ertragskraft der Unternehmen aus. Doch das ist die entscheidende Größe.

Firmen die also jetzt noch bei 1200 Dollar pro Unze ertragreich fördern können, sind die Gewinner der Goldbranche. Da spielt die Produktionsmenge nur eine kleinere Rolle. Dennoch zeigt der Blick auf die großen Produzenten: Von den zehn größten Goldproduzenten haben 2014 immerhin sechs die Produktionsmenge steigern können.

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Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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