Goldmarkt-Report: Deutschland wird immer wichtiger

Über die aktuelle Lage am Goldmarkt gibt es einen maßgeblichen Bericht: den Gold Demand Report des Branchen-Verbandes World Gold Council (WGC).

1x pro Quartal geben hier die Goldexperten einen Überblick über die aktuellen Trends auf der Nachfrage-Seite, aber auch, was beim Gold-Angebot passiert.

Nun ist die Statistik für das 3. Quartal erschienen – und das mit einer ernüchternden Bilanz:

Die Zahlen zum aktuellen Gold Demand Report

Aufgrund einer schwachen Nachfrage von Investoren in Nordamerika und auch sinkenden Schmuck-Umsätzen in dem wichtigen Goldland Indien ist die Goldnachfrage auf das niedrigste Niveau seit 8 Jahren gefallen.

So sank die weltweite Goldnachfrage im 3. Quartal um 9% im Vergleich zum Vorjahr auf nur noch 915 t.

Bezogen auf das Gesamtjahr ist die Goldnachfrage in diesem Jahr sogar 12% niedriger als 2016. Den größten Einbruch gab es hier nach Angaben des WGC mit 28% im Investment-Bereich.

Sehr wichtig war hier aber auch die schon einfache Schmuck-Nachfrage in Indien. Dort ist Goldschmuck ein ganz wichtiger Bestandteil des persönlichen Vermögens.

Doch hier hat die Regierung Modi eine weitere 3%ige Steuer auf den Weg gebracht, die wohl jetzt auch für das Absinken der Schmuck-Nachfrage verantwortlich war.

China bestimmt den Goldmarkt…

Wenn man sich den Bericht genauer anschaut, sind auch positive Aspekte für die aktuelle Lage am Goldmarkt erkennbar.

So hat die physische Nachfrage bei Münzen und Barren im Vergleich zu Vorjahr sogar noch zugenommen. Hier betrug das Wachstum immerhin 17%.

Und dieses Wachstum basiert auf einer starken Nachfrage in diesem Segment in China – was bei der dortigen Wirtschaftslage nicht anders zu erwarten war.

…aber auch Deutschlands Bedeutung nimmt zu

Es basiert aber auch auf einer starken Nachfrage in Deutschland. Die ist mittlerweile so groß, dass sie sich auf das weltweite Geschehen am Goldmarkt auswirkt.

So ist die physische Goldnachfrage in Deutschland im 3. Quartal um 45% auf jetzt rund 21 t angestiegen.

Das ist auf jeden Fall eine signifikante Steigerung – auch wenn die absolute Zahl noch deutlich hinter China liegt. Dort stieg die physische Nachfrage um 57% auf jetzt rund 64 t.

Spannend ist auch die Entwicklung bei den Notenbanken

Die weltweiten Währungs-Hüter kauften weiterhin Gold auf. So kletterte die globale Goldnachfrage der Notenbanken um 25% auf jetzt 111 t.

Abschließend ist auch noch der Blick auf die Angebots-Seite spannend. Denn hier ging es bei der Minen-Produktion immerhin um 1% nach unten auf zuletzt 841 t.

Im laufenden Jahr hingegen hat die Minen-Produktion beim Gold bislang einen Rekordwert von 2.420 t erreicht.

Bei diesen Marktdaten zum 3. Quartal erkennen Sie schon, dass die Goldmarkt derzeit eine gewisse Schwäche durchlebt.

Allerdings müssen Sie eine Sache auch beachten: Das 3. Quartal 2016 war extrem stark. Insofern hat sich die Lage beim Gold zuletzt nur etwas normalisiert.


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13. November 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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