Goldminen: Abbau der Schulden geht gut voran

Im Rohstoff-Sektor ist die Bandbreite der Unternehmen extrem groß.

Das reicht von kleinen Explorern, die gerade erst damit beginnen, ein Vorkommen zu entwickeln bis hin zu global agierenden Rohstoff-Produzenten mit vielen Minen in verschiedeneren Ländern.

Allerdings ergibt sich bei dieser Anlageklasse eine große Herausforderung: Wie können Investoren einfach und schnell die Qualität von so verschiedenen Konzernen in diesem Sektor einschätzen?

Schauen Sie auf die Verschuldung der Unternehmen

Ein guter Maßstab ist sicherlich immer die Verschuldung. In angespannten Marktlagen können Firmen mit einer geringen Verschuldung deutlich entspannter agieren als die Konkurrenz.

Daher ist es wichtig, zunächst richtig auf die aktuelle Situation der Unternehmen zu schauen. Hier ist festzustellen, dass viele Minenwerte extrem hohe Kredite aufgenommen haben.

Die müssen jetzt zurückgezahlt werden – obwohl die Preise am Rohstoffmarkt deutlich zurückgekommen sind. Hier sehen Sie, wie stark der Druck auf die Konzerne ist.

Nur Firmen die es in der aktuellen Marktlage schaffen, tatsächlich die Schulden zurückzufahren, gehören hier zu den erfolgreichen Akteuren.

Wir werden schon bald in der anlaufenden Berichts-Saison zum 3. Quartal wieder sehen, welche Firmen hier Erfolge verbuchen können und welche Firmen weiterhin Probleme haben.

Viele große Minenwerte haben es innerhalb der vergangenen 12 Monate schon geschafft, teilweise große Schuldenberge zurückzufahren. Dazu tragen sicherlich die weiterhin guten operativen Margen bei.

Immerhin lag der durchschnittliche Goldpreis im 3. Quartal des Jahres 2016 mit 1.334 Dollar pro Feinunze so hoch wie seit 3 Jahren nicht mehr.

Viele Produzenten wie Goldcorp oder Barrick Gold haben es zudem geschafft, in den vergangenen Monaten und Quartalen die Produktions-Kosten in einem Bereich um 900 Dollar pro Unze zu drücken.

Sicherlich ergeben sich hier bei den Produktions-Kosten immer wieder einige Schwankungen.

Doch bei einem Richtwert von 900 Dollar pro Unze und einem Marktpreis von deutlich mehr als 1300 Dollar ergibt sich eine gesunde operative Marge von etwas mehr als 400 Dollar pro Unze.

Gestiegene Margen helfen beim Schulden-Abbau

Bei diesen Margen können die Produzenten sicherlich auch weiter damit fortschreiten, die eigenen Schulden-Quoten zu senken.

Wie stark das aktuell passiert, werden wir in den nächsten Wochen erfahren, wenn die Produzenten ihre aktuellen Bilanzdaten zum 3. Quartal präsentieren werden.

17. Oktober 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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