Goldminen-Aktien im Aufwind

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Krisen, Konflikte und Handelsstreit sorgen derzeit für einen steigenden Goldpreis. Betreiber von Goldminen freuen sich. (Foto: optimarc / Shutterstock.com)

Der steigende Goldpreis beschert den Betreibern von Goldminen gute Gewinne. Der Branchenindex Dow Jones U.S. Gold Mining legte in den zurückliegenden 6 Monaten um über 20% zu und damit mehr als doppelt so viel wie der Dow-Jones- und S&P-500-Index. Spitzenreiter war Barrick Gold mit einem Kursgewinn von 38%. Wachstumstreiber ist die Goldpreisentwicklung.

Mit Kursen von zeitweise über 1.570 $ war die Goldunze so teuer wie seit 6 Jahren nicht. Auch im 1. Quartal dieses Jahres dürften die Goldminen-Aktien von einem schwachen Vorjahresvergleich profitieren, da die Goldpreisnotierungen in der 1. Jahreshälfte 2019 relativ niedrig waren.

Mit Kursen von aktuell um die 1.550 $ pro Unze liegt die Notierung weiterhin deutlich über dem Vorjahresniveau. Damit könnte 2020 ein sehr gutes Jahr für die Branche werden.

Weitere Goldpreissteigerungen möglich

Der Grund für die jüngste Trendumkehr bei der Goldpreisentwicklung war die Zinssenkung der US-Notenbank und die Hoffnung auf ein Ende des Handelsstreites zwischen USA und China. Wenngleich die fiskalpolitischen Maßnahmen die Wirtschaft stützen und Gold als Krisenwährung zunächst weniger gefragt ist, sehen wir den Goldpreis hierdurch nicht nachhaltig benachteiligt.

Denn niedrige Zinsen in Verbindung mit einer steigenden Inflation lassen Anlageformen wie Gold langfristig wieder interessanter erscheinen. Zudem sind die Zinssenkungen nicht gerade ein Zeichen der wirtschaftlichen Stärke. Die Weltwirtschaftslage erscheint insgesamt fragil. Hinzu kommen anhaltende geopolitische Spannungen. Vor diesem Hintergrund sehen wir gute Chancen, dass der Goldpreis sein Niveau im nächsten Jahr in etwa halten und oder ausbauen kann.

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Globale Stromproduktion aus Kohle sinkt

Voraussichtlich wird die weltweite Kohleverstromung 2019 um 3% sinken. Die größte treibende Kraft dahinter ist die USA, die mehrere Kohlekraftwerke abstellte. China verwendet zwar immer noch sehr viel Kohle für die Energieversorgung, jedoch ist auch hier eine deutliche Wachstumsbremse ersichtlich. Die Reduktion in der Kohleenergie ist wahrscheinlich auf den vermehrten Einsatz von Solarenergie, Windkraft, Atomkraft und Erdgas zurückzuführen.

Gegen diesen positiven Energietrend plant Indien neue Kohlekraftwerke und will das Land für die Kohleindustrie attraktiver gestalten. Den stetig steigenden Energiebedarf will Indien teils mit Kohle decken. Die Regierung plant, das Land politisch attraktiver für die Big Player im Kohleabbau zu machen, wie Glencore und Anglo American. Neben größeren Minenblöcken sind finanzielle Erleichterungen im Gespräch, um die Kohleindustrie nach Indien zu holen.

Rohstoffunternehmen kämpfen mit Altlasten

Die Rohstoffunternehmen BHP und Vale konnten ihren Umsatz steigern. Allerdings kämpfen diese Unternehmen noch mit Altlasten. Beide Firmen verursachten einen Dammbruch an ihren Minen. Dies zeigt, dass Rohstoffunternehmen sehr hohen firmenspezifischen Risiken ausgesetzt sind. Neben der humanitären Katastrophe schlugen diese Ereignisse auch finanziell negativ zu Buche. Die Schäden belaufen sich auf mehrere Milliarden Dollar. Die Folgekosten kann zum heutigen Zeitpunkt niemand bestimmen.

Auch die globalen Rezessionstendenzen könnten zu einer sinkenden Rohstoffnachfrage und letztlich zu fallenden Preisen führen, was negative Folgen für den ganzen Sektor nach sich ziehen würde.


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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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