Goldminen: Das sagen aktuell die Analysten

Auch heute steht einmal mehr der Goldminen-Sektor im Fokus der Ausgabe.

Ganz speziell möchte ich Ihnen heute die aktuelle Marktstimmung näher bringen – v. a. anhand einiger Analysten-Einschätzungen zu den großen Werten.

Daran werden sie schon erkennen, dass ich die Marktlage nicht nur operativ, sondern auch aus Sicht der Analysten verändert hat.

Erinnern Sie sich noch gut an den Januar 2016? Zu dem Zeitpunkt standen die Minenaktien auf Mehrjahres-Tiefständen und viele Werte standen mit dem Rücken zur Wand.

Hätte sich dieser Trend aus dem Januar mit einem Abrutschen unter die 1.000 Dollar-Marke sogar noch verschärft, bin ich mir sicher, dass etliche Minen im 1. Halbjahr 2016 direkt in die Pleite gegangen wären.

Analysten hatten frühzeitig die Goldaktien auf der Kaufliste

Doch der Trend hat sich gedreht und das gilt auch für die Einschätzung der Analysten gegenüber der Branche.

Oft wird den Analysten ja vorgeworfen, dem Markt hinterher zu laufen. Doch bei den Goldminenaktien kann man nur sagen: Hier haben viele Analysten richtig gelegen.

So hatte die Aktie von Agnico Eagle Mines im Januar eine Kaufempfehlungs-Quote von 80% und nur 8% der Analysten empfahlen zu diesem Zeitpunkt den Verkauf der Aktie.

Das hat sich bis jetzt schon deutlich verändert, denn nur noch 48% der Analysten haben jetzt ein Kaufrating bei der Agnico Eagle Mines Aktie.

Ähnlich stellt sich die Lage auch bei Goldcorp dar: Zu Beginn des Jahres empfahlen auch rund 80% der Analysten die Aktie zum Kauf. Mittlerweile ist die Rate der Empfehlungen auf 43% zurückgegangen.

Die Basis ist hier immerhin groß genug, denn 21 Analysten haben diesen Wert im Coverage. Was auf jeden Fall auffällt bei Goldcorp: Durch die eher mageren Produktions-Prognosen für die kommenden 3 Jahre haben doch viele Analysten das aktuelle Rating zurückgefahren.

Kursziele wurden zuletzt massiv angehoben

Sehr aufschlussreich ist auch der Blick auf Entwicklung der Kursziele:

Hier bietet sich beispielsweise bei Barrick Gold an. Bei der globalen Nr. 1 der Goldproduzenten ist das durchschnittliche Kursziel seit Anfang 2016 um unglaubliche 117 % auf jetzt 20 Dollar angestiegen.

Selbst bei Newmont Mining, dem US-Produzenten, der sich in der Krise des vergangenen Jahres deutlich besser gehalten hat, kam es zur Anpassung des Kursziels von zuletzt 73% auf 40 Dollar.

Welche Beweggründe tatsächlich die Analysten haben, die aktuellen Ratings bei den Unternehmen zu verändern, erfahren Sie in einer weiteren Ausgabe.

26. Juli 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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