Goldminen: Das sind die Gründe für die bevorstehende Trendwende

In einem tollen Börsenjahr haben die Goldminen klar die Rote Laterne übernommen mit massiven Verlusten. Doch es gibt gute Gründe für eine bevorstehende Trendwende. (Foto: Billion Photos / Shutterstock.com)

Die schwache Wertentwicklung der Goldminen-Aktien habe ich an dieser Stelle zuletzt häufiger aufgegriffen – auch weil der aktuelle Absturz schon historische Dimensionen angenommen hat und viele Aktien zum Jahresende sogar unter dem Niveau während der Finanzkrise 2008 notieren.

Doch diese massive Unterbewertung bietet auch Chancen –und vor allem wird sie nicht ewig andauern. Davon bin ich genauso überzeigt, wie mein Kollege Oliver Gross, der gerade vor wenigen Monaten mit einem neuen Börsendienst gestartet ist, der genau diese extrem spanende Anlageklasse abbildet.

In seinem Börsendienst „Der Rohstoff-Anleger“ setzt Gross nicht auf die bekannten Namen der Branche. Er filtert aus dem riesigen Angebot im Minensektor genau das 1% heraus, das auch wirklich Chancen hat, den nächsten Volltreffer zu landen.

Doch neben den spanenden Einzelwerten schaut Gross auch immer wieder auf die großen Zusammenhänge. Und gerade zum Ende dieses extrem schwierigen Jahres für die Branche hat er die aktuellen Herausforderungen und Chancen für die Branche einmal genauer analysiert. Lesen Sie also heute Auszüge aus seiner aktuellen Analyse, die wieder zahlreiche aufschlussreiche Fakten enthält:

„Aktuell gilt: Die Goldminen-Branche befindet sich am Scheideweg. Bei prognostizierten Gesamt-Förder-Kosten von mehr als 1.200 USD pro Feinunze Gold steht die komplette Branche gerade quasi bei den Kosten mit dem Rücken zur Wand. Bei einem Goldpreis von unter 1.200 USD/Oz schafft es daher mehr als die Hälfte der Goldminen nicht mehr, den realen Break-Even zu erreichen. Bei einem Goldpreis von 1.000 USD/Oz würden nach den aktuellen Fakten ca. 70% der Goldminen-Produktion unwirtschaftlich sein.

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Was heißt das für den Goldpreis?

Die hohen Gesamt-Kosten der Gold-Förderung begrenzen nun zunehmend den Spielraum der Gold-Produzenten und die Aussichten für Gold-Minen. Mehr und mehr Gold-Minen können bei den aktuellen Gold-Preisen nachhaltig gewiss nicht überleben. Der Großteil der Goldminen-Entwicklungs-Projekte ist bereits nicht mehr wirklich wirtschaftlich und das bedeutet, dass das zukünftige Goldminen-Angebot in diesem Goldpreis- und Kosten-Umfeld nun mehr denn je an einem wahrhaftig seidenen Faden hängt.

Hinzu kommt, dass Neu-Entdeckungen von ökonomischen Top-Lagerstätten im Goldminen-Sektor sich schon seit vielen Jahren im Sturzflug befinden. 2013 wird ein neuer Tiefpunkt seit der Jahrtausend-Wende erreicht. Trotz absoluter Rekord-Explorations-Ausgaben bis 2012 wurden kaum wirtschaftliche Groß-Lagerstätten entdeckt. Seitdem der Goldpreis und die Explorations-Budgets fallen, ist die Anzahl der relevanten Neuentdeckungen daher quasi komplett im freien Fall.

Die schwer angeschlagenen Gold-Produzenten haben wegen des geringen, positiven Cashflows und den mickrigen Margen nun mehr kaum Investitions-Kapital für Exploration und zukünftige Ressourcen-Sicherung/Deckung zur Verfügung. In der Folge heißt das: Die Anzahl der Neu-Entdeckungen werden weiter erheblich fallen!“

So weit der erste Teil der aktuellen Analyse von meinem Kollegen Oliver Gross. Welche weiteren Herausforderungen für die Goldminen bestehen, erfahren Sie im zweiten Teil der Analyse, die ich Ihnen nach Weihnachten zusenden werden.


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Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

Ob DAX-Titel, Rohstoff oder Emerging Marktes-Aktie: Heiko Böhmer bringt Ihnen in seinem täglichen Newsletter diese Themen näher. Neue Trends findet er dabei vor allem auf den vielen Reisen zu Finanzmessen im In- und Ausland, über die er in seinem Newsletter ausführlich berichtet.