Goldminen: Das sind zwei Gewinner für die nächsten Jahre

Gestern ging es an dieser Stelle um die Anlegermesse Invest 2015 in Stuttgart. Im Fokus stand dabei das Lesertreffen von Oliver Gross und Günter Hannich mit dem Themenschwerpunkt Rohstoffe.

Doch gerade bei den Ausführungen von Oliver Gross, dem Chefredakteur des Börsendienstes „Der Rohstoffanleger“, ergeben sich noch weitere Aspekte, die ich Ihnen heute vorstellen möchte.

Soviel vorweg: Oliver Gross ist weiterhin von den attraktiven Investmentchancen beim Gold und im Goldminensektor überzeugt. Ein Argument für ihn ist weiterhin die große historische Divergenz zwischen der Wertentwicklung der Minenaktien und der Wertentwicklung der Standard-Aktienmärkte.

Ein Hauptgrund für die historische Baisse im Rohstoffsektor ist nach Meinung von Oliver Gross die Explosion der Produktionskosten. 2014 lag der Durchschnittswert der Produktionskosten bei deutlich über 1.100 Dollar pro Unze. Im Jahre 2011 lag hier beispielsweise der Vergleichswert aber erst bei 650 Dollar.

Daran erkennen Sie, wie schnell die Minenfirmen hier vor einer komplett veränderten Marktlage gestanden haben. Die massiven Kostensteigerungen breiteten sich in allen wichtigen Bereichen wie den Arbeitskräften, Energie, Lizenzgebühren oder auch bei der Exploration und den Entwicklungskosten aus. Zudem führten teure Übernahmen im Minenbereich und steigende Länderrisiken bei neuen Projekten zu massiven Abschreibungen.

Für die weitere Entwicklung ist Rohstoff-Experte Gross jedoch optimistisch gestimmt. So hat die Baisse im Minensektor zu einem massiven Rückgang von Neuentwicklungen beispielsweise beim geführt.

Das ist klar verständlich, denn mittlerweile werden sehr viel weniger Gelder in neue Vorkommen investiert als noch vor drei Jahren. Weniger Kapital heißt auch weniger Entdeckungen. Damit wird auf Sicht der nächsten Jahre die globale Produktionsmenge wohl kaum noch steigen.

Nur wenige neue Minen kommen – das sind zwei Gewinner

Genau dieses Szenario eröffnet laut Oliver Gross die Chance, für einige neue Produzenten die innerhalb der nächsten Jahre starten werden. Dabei schaut er nicht auf die neuen Megaprojekte. Ihm sind vielmehr Projekte lieber, die nicht so groß sind aber eine deutlich bessere Kostenstruktur aufweisen.

Dafür ist er auch bereit ein gewisses politisches Risiko einzugehen. Daher schaut er auch in Ländern, die von vielen anderen Rohstoffexperten bislang noch links liegen gelassen werden. Dazu zählt beispielsweise Kolumbien. Doch gerade dort schlummert noch ein großes Potenzial. Was heute kaum noch jemand weiß: Kolumbien war bis ins 18. Jahrhundert ein der größte Goldproduzent Lateinamerikas.

21. April 2015

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Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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