Goldminen: Insbesondere für 2018 sieht es sehr gut aus

An der Börse geht der Blick nach vorn. So ist es jetzt schon wichtig auf die Prognosen für 2018 zu schauen. Bei Goldminen sieht es gut aus. (Foto: everything possible / Shutterstock.com)

In den vergangenen Wochen habe ich an dieser Stelle häufig auf das Thema der hochbewerteten Aktienmärkte hingewiesen.

Tatsächlich ist es so, dass die Standard-Aktienmärkte derzeit schon im historischen Durchschnitt hohe Bewertungs-Niveaus erreicht haben.

Das gilt sowohl für Deutschland als auch für die USA.

Derzeit sehr hohes Rückschlag-Potenzial bei vielen Aktien

Insofern ist auch das Rückschlag-Potenzial bei vielen Aktien aktuell sehr hoch. Da lohnt sich einmal mehr der Blick auf die Rohstoff-Aktien – und hier v. a. auf die Goldminen.

Diese weisen historisch gesehen oft eine hohe Bewertung gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) auf.

Daher sollten Sie diese Kennziffern von 30 und mehr nicht als dramatisch bewerten. Hinzu kommt, dass vor allen Dingen die kleineren Goldminen deutlich niedriger bewertet sind.

Besonders der Ausblick auf das kommende Jahr stimmt hier zuversichtlich:

Auf Basis einer aktuellen Bewertung von Metals & Mining kommen so die großen Goldproduzenten für 2018 auf ein durchschnittliches KGV von 31.

Bei den mittleren Goldproduzenten fällt der Vergleichswert mit 18 schon deutlich attraktiver aus.

Auch möglich: Hohe Dividende und hohes Wachstum

Zusätzlich können in diesem Segment auch einige Werte noch mit attraktiven Dividenden locken.

Dazu zählt beispielsweise Sibanye Gold aus Südafrika, die es derzeit noch auf eine Dividendenrendite von 5,7 % bringen.

Polymetal International aus Großbritannien bringt den Aktionären immerhin noch knapp 3 % Jahresrendite mit der Dividende.

Weniger mit den Ausschüttungen als mit einer niedrigen Bewertung können hingegen die kleineren Goldproduzenten punkten.

Hier liegt der Durchschnittswert des Kurs-Gewinn-Verhältnisses (KGV) für 2018 nur bei 14,4.

Allerdings schaue ich bei Minenwerten immer auch auf die Cashflow-Entwicklung. Diese Kennziffer zeigt tatsächlich an, was ihm täglich Geschäft übrigbleibt.

Das KGV wird eben stark vom Gewinn beeinflusst, bei dem auch einmalige Sondererträge oder Abschreibungen einen massiven Einfluss auf das Ergebnis haben können.

Cashflow bietet direkten Einblick aktuelle Konzern-Situation

Der Cashflow hingegen bietet einen direkten Einblick in die aktuelle Lage des Unternehmens.

Und wenn z. B. Firmen wie Sibanye Gold den Cashflow pro Aktie von 2016 auf 2018 um rund 80 % steigern wollen, ist das schon ein beeindruckendes Ergebnis.

Doch eines ist auch klar: Das gelingt nur wenigen Minenfirmen.

Daher sollten Sie bei der Bewertung der Aktien genau hinschauen und auch auf die Kennzahlen gucken, die tatsächlich die beste Aussage zur weiteren Entwicklung zulassen.

Und da ist der Cashflow einfach besser geeignet als der Gewinn.

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Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

Ob DAX-Titel, Rohstoff oder Emerging Marktes-Aktie: Heiko Böhmer bringt Ihnen in seinem täglichen Newsletter diese Themen näher. Neue Trends findet er dabei vor allem auf den vielen Reisen zu Finanzmessen im In- und Ausland, über die er in seinem Newsletter ausführlich berichtet.

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