Goldmünzen-Verkauf bricht ein – nur ein kurzfristiger Trend

In diesen Tagen meldet die US-Mint den niedrigsten Goldmünzenverkauf seit August 2010.

Laut der offiziellen Statistik hat die US-Mint 50.000 Unzen in American Eagle Münzen verkauft.

Das entsprach einem klaren Absturz von 45% im Vergleich zum September. Auch beim Silber kam es zu einem Rückgang. Doch der fiel mit 31% deutlich geringer aus.

Damit hat wohl der hohe Goldpreis zu einer etwas schwächeren Nachfrage geführt. Immerhin hat der Goldpreis in diesem Jahr schon wieder mehr als 20% zugelegt. Sollte es nicht noch zu einer massiven Korrektur kommen, wird Gold das 11. Jahr in Folge mit einem Plus abschließen.

Dieser lange Aufwärtstrend hat auch viele Kritiker verstummen lassen. In den vergangenen Jahren war von vielen Aktien-Experten das alte Argument zu hören, dass Gold ja kein stetiges Einkommen abwirft – im Gegensatz zu Zinsen bei Anleihen oder Dividenden bei Aktien.

Doch bei den extrem stark schwankenden Finanzmärkten kann Gold als Rohstoff doch viele andere Vermögensklassen hinter sich lassen. Und das gilt auch wieder in diesem Jahr. Die großen Aktienindizes stehen alle im Minus. Dabei variieren die Verluste von 3% beim S&P 500 bis zu fast 16% beim DAX.

Auch der Blick auf die vergangenen zehn Jahre ist beim Gold schon beeindruckend: Während große Indizes wie der Dow Jones oder der DAX über diesen Zeitraum kaum zugelegt haben, bringt es Gold auf einen Zuwachs von etwas mehr als 470%.

Dieser langfristige Erfolg erklärt auch die aktuelle Beliebtheit bei dem Edelmetall. Viele Investoren suchen in der Krise die Sicherheit – und Gold kann diese Sicherheit bieten. Es trifft eben auch im Herbst 2011 noch zu, was der kanadische Goldexperte Rob McEwen schon seit Jahren sagt: „Gold is Money.“ Gold ist Geld – so ist es.

Und in Zeiten von explodierenden Staatsschulden und Krisen der angestammten Papierwährungen ist dieser Satz weiterhin völlig richtig.

Beim physischen Silber sind Münzen einfach preiswerter

Doch zurück zu den Münzen. Wie ich Ihnen schon am Montag schrieb, findet am kommenden Freitag und Samstag die Edelmetall- und Rohstoff-Messe in München statt. Dort steht auch der Handel mit Münzen und Barren im Fokus. Beim Kauf von Goldmünzen oder auch Barren gibt es einen großen Vorteil: Der Handel mit dem Edelmetall ist von der Umsatzsteuer befreit.

Bei Silber ist die Lage anders – warum auch immer. Und dann gibt es auch noch einen großen Unterschied beim Silber: Bei Barren fallen 19% Umsatzsteuer an. Bei Münzen ist jedoch nur der ermäßigte Satz von 7% fällig.

Wenn Sie also Silber in physischer Form kaufen wollen, sind Münzen auf jeden Fall vorzuziehen. Wie es aktuell um das Angebot bestellt ist, erfahren Sie in den anstehenden Ausgaben, in denen ich direkt von der Edelmetall- und Rohstoff-Messe aus München berichten werde.

2. November 2011

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Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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