Goldpreis: Ein überzeugendes Signal

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US-Milliardär Druckenmiller lag nur im Mai mit seiner Aktienmarkt-Prognose „goldrichtig“. Dafür jetzt beim Edelmetall. (Foto: optimarc / Shutterstock.com)

Vor knapp 4 Wochen hatte ich für Sie den Goldpreis unter die Charttechnik-Lupe genommen. Auslöser für meine Analyse war die Aussage eines vermögenden Amerikaners:

Der Selfmade-Milliardär Druckenmiller war aufgrund eines Trump-Tweets vom 5. Mai 2019 komplett aus Aktien ausgestiegen und hatte sein Vermögen in US-Staatsanleihen umgeschichtet. In einem Interview zu diesem Vorgehen hatte er unter anderem angemerkt, dass, seiner Ansicht nach, Gold kein schlechtes Investment sei.

Meine Gold-Analyse vom 4. Juni 2019  führte zu folgendem Fazit: „Ich würde Mr. Druckenmiller in dem Moment zustimmen, wenn es dem Goldpreis gelingt, das Hoch bei 1.366,25 USD je Feinunze aus dem Sommer 2016 zu überwinden. DAS wäre nach meiner Analyse ein eindeutiges Kaufsignal!“

Und genau das ist inzwischen geschehen. Wir schauen auf die aktuelle Charttechnik!

Verschaffen Sie sich einen Überblick!

Falls Sie schon länger meinen Newsletter Chartanalyse-Trends lesen, dann kennen Sie meinen Rat: Eine charttechnische Check sollte bei Ihnen immer mit dem Blick auf einen langfristigen Kursverlauf beginnen!

Ich vergleiche es gerne mit Google-Maps: Wenn Sie sich in dieser App / Internetseite einen Ort anzeigen lassen, bekommen Sie standardmäßig dessen nähere Umgebung mit angezeigt. Je weiter Sie nun heraus zoomen, umso klarer wird dessen geografische Lage bis hin zur Weltkarte oder der Satellitenansicht.

Je mehr Sie von der Kurshistorie anschauen können, umso besser ist der Überblick, den Sie sich verschaffen: Erst so erkennen Sie die langfristigen Trends, die einem betrachteten Handelsinstrument zugrunde liegen.

Das sind die langfristigen Trends beim Goldpreis

Am besten nutzen Sie dafür Monats-Charts: Hier fasst jeder Balken die Kursentwicklung eines Monats zusammen.

Goldpreis: Klarer Ausbruch über 4 Jahre alten Widerstand

Seit September 2011 bewegte sich der Goldpreis in USD / Feinunze in einem Abwärtstrend. Von Januar bis April 2018 gab es einen ersten – wenngleich kümmerlichen – Versuch, diese Tendenz nach oben zu durchbrechen.

Der 2. Anlauf im Januar und Februar dieses Jahres sah da schon vielversprechender aus: Diesmal hielt sich der Goldpreis oberhalb des Abwärtstrends und vollzog einen in der Charttechnik völlig normalen Pull-Back (Rücksetzer) an die zuvor durchschlagene Trendlinie.

Allerdings gab es einen Makel:

Kaufsignal: Was lange währt …

Das Top vom Juli 2016 bei 1.366,25 USD je Feinunze konnte lange Zeit nicht überboten werden. Dies gelang erst im gerade abgelaufenen Monat Juni (gelber Kreis).

Damit haben wir nun das von mir an dieser Stelle schon seit knapp anderthalb Jahren eingeforderte Kaufsignal erhalten. Wie zuletzt von mir vor 4 Wochen hier in Chartanalyse-Trends beschrieben:

  • „Der Ausbruch aus dem Abwärtstrend seit 2011 wäre nachhaltig.
  • Das Verlassen des Aufwärtstrends aus dem Jahr 2015 würde negiert, da das höhere Top dann eine Neujustierung der Trendlinie erforderlich macht.“

Die bislang gültige (grüne) Trendlinie habe ich für Sie nun gestrichelt. Die durchgezogene grüne Linie stellt ab jetzt den neujustierten Aufwärtstrend seit 2015 dar.

Fazit

Mein Fazit aus der Analyse vom 4. Juni 2019 muss ich daher nun teilweise korrigieren:

„Die Einschätzung von Mr. Druckenmiller zum Aktienmarkt in allen Ehren: Beim Goldpreis liegt er falsch. Zumindest bis heute.“

Heute scheint es genau andersherum zu sein. Seine Einschätzung zum Aktienmarkt war wohl nur vorübergehend korrekt – nämlich während der im Mai durchlaufenen Konsolidierung an der Wall Street: Für den heutigen Wochenauftakt zeichnen sich in den US-Futures nämlich nachhaltige, neue Jahres- und Allzeithochs ab.

Dafür hat sich seine Einschätzung zum Goldpreis inzwischen bestätigt: Mit der Überwindung des Tops aus dem Sommer 2016 hat das Edelmetall nun das von mir schon seit knapp anderthalb Jahren eingeforderte Kaufsignal generiert.

Das ist – neben dem riesigen Vermögen – vermutlich der größte Unterschied zwischen Mr. Druckenmiller und mir: Ich setze auf Trends erst dann, wenn ich die entsprechenden charttechnischen Signale dazu vom Markt geliefert bekomme.

So habe ich den Lesern meines Börsendienstes „Die Wachstumsaktien-Strategie“ empfohlen, die Wall Street-Konsolidierung im Mai geduldig auszusitzen. Das erweist sich nun als „goldrichtige“ Entscheidung. Und:

Ich habe unmittelbar nach Ausbildung des langfristigen Kaufsignals im Goldpreis meinen Lesern ein entsprechendes Investment empfohlen, mit dem sie von dem nun zu erwartenden Aufstieg des Edelmetalls profitieren können.

Wohin die Reise da gehen kann, zeigt Ihnen übrigens die obere (blaue) Trend-Kanal-Linie im Chart.

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Gold wird weiter fallen: An diesem Punkten können Sie einkaufen gehen!1.640 US-Dollar wäre ein idealer Einstieg für die nächste Aufwärtsbewegung. Wenn wir Fibonacci fragen und Ziele projizieren, landen wir bei 2.260 bzw. 2.506 US-Dollar. › mehr lesen


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Andreas Sommer
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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