Goldpreis: Jetzt geht es wieder aufwärts

In dieser Woche zeigt sich ganz klar der klassische Charakter des Golds als Krisenschutz. So hält sich der Goldpreis auch heute deutlich über der 1.200 Dollar-Marke.

Vor allem das Aufflammen der Euro-Krise und die Diskussion über einen möglichen Austritt Griechenlands aus dem Euro zeigen ganz klar: Die großen Schuldenprobleme sind eben nicht gelöst worden.

Die Notenbanken haben sich in den vergangenen Jahren Zeit erkauft und auf eine Besserung gehofft. Doch die ist nicht eingetreten. Die vielen Milliarden Euro an Hilfsgeldern haben das System stabilisiert- daran besteht kein Zweifel. Mehr ist aber auch nicht passiert.

Jetzt steht Griechenland wohlmöglich vor dem Euro-Austritt. So etwas erschüttert ganz klar das Vertrauen in die Finanzmärkte. Doch die vergangenen Tage haben auch gezeigt: Wir erleben eben auch nur eine leichte Erholung beim Goldpreis.

Vom wirklichen Preisschub sind wir noch sehr weit entfernt. Der kann aber sehr schnell kommen – dazu werden nicht nur die weiteren Krisenherde beitragen. Beim Gold hat sich in den vergangenen Jahren das erste Quartal sehr stark etabliert.

Das erste Quartal hat es oft in sich beim Gold: Deutliche Zuwächse sind die Regel

Nehmen wir hier nur als Beispiel das vergangene Jahr: Nach einem katastrophalen Goldjahr 2013 legte der Goldpreis in den ersten drei Monaten 2014 um fast 10% zu. Auch die Goldaktien erlebten einen richtigen Schub. So kletterte der HUI-Index in dem Zeitraum um 17%.

Auch in diesen Tagen gehören die Minenaktien mit deutlichen Zuwächsen zu den Gewinnern an der Börse. Diese Anlageklasse war im vergangenen Jahr an den Börsen extrem unbeliebt. Das Stimmungsbild ändert sich aber so langsam. Nun erleben die Minenwerte so etwas wie ein kleines Comeback.

Spannend wird daher dann schon in wenigen Wochen, wenn die Minenwerte die aktuellen Bilanzen vorlegen. Hier erwarten viele Experten noch immer Probleme bei den Kosten. Doch für mich ist auch klar: Die Firmen mit den niedrigsten Kosten haben schon 2014 punkten können und werden das auch in diesem Jahr wieder tun können.

Daher bleibe ich auch dabei: Schauen Sie auf die Kostenführer in den einzelnen Segmenten. Die sind eben in der Lage, auch noch längere Zeit das niedrige Preisniveau durchzuhalten. Wenn der Goldpreis zudem weiter zulegen sollte, profitieren diese Firmen auch am meisten davon, denn die Margen steigen wieder schnell an.

8. Januar 2015

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Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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