Goldpreis mit neuem Schwung – wohin geht die Reise 2018?

Der Goldpreis hat zuletzt kräftig zugelegt. Doch ist die Rally diesmal von Dauer? (Foto: optimarc / Shutterstock.com)

Am Ende also doch – nachdem sich der Goldpreis im abgelaufenen Jahr 2017 recht volatil innerhalb eines begrenzten Korridors bewegte, gab es zum Jahreswechsel hin noch einmal neuen Schwung.

Der Preis je Feinunze schoss plötzlich locker über die Marke von 1.300 Dollar hinaus – ein Sprung, der im Jahresverlauf lediglich Anfang September einmal kurz geglückt war. Unterm Strich beendet der Goldpreis das Jahr damit 12 Prozent höher als er es begonnen hatte. Alles paletti also aus Sicht der Goldfans?

Nicht unbedingt. Denn die vergangenen Monate haben bereits gezeigt, auf welch tönernen Füßen ein Hochschnellen des Goldpreises jeweils stand. Auf jedes Hochschnellen folgte ein ebenso rascher Absturz, und es gibt keine grundlegende Veränderung, die dafür sprechen würde, dass es diesmal anders läuft.

Schwacher Dollar, starke Feinunze – und umgekehrt

Unterstützt wurde die Entwicklung des Goldpreises zudem durch einen vergleichsweise schwachen Dollar. Da Gold in Dollar gehandelt wird, gibt es hier eine direkte Wechselwirkung. Zuletzt allerdings zog nicht nur der Dollar an, sondern auch der Leitzins, der durch die US-Notenbank festgelegt wird. Beides wirkt sich traditionell eher negativ auf den Goldpreis aus.

Denn im Gegensatz zu anderen Anlageformen werfen Münzen, Barren und Co. keinerlei Zinsen oder Dividenden ab. Sie dienen allein dem Schutz des Vermögens, der Absicherung und Ausbalancierung des Anlagedepots in unsicheren Zeiten.

Unsichere Zeiten

Unsichere Zeiten aber gab es 2017 zuhauf. Spätestens mit dem Einzug Donald Trumps ins Weiße Haus wurden politische Gewissheiten mal eben über Bord geworfen und diplomatische Beziehungen auf bilateraler Ebene zwischen den Vereinigten Staaten und anderen Ländern erheblich schwieriger.

Immer wieder zeigte sich das in den bizarren öffentlichen Schlagabtauschen, die sich Trump einerseits und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un andererseits immer wieder lieferten. Dennoch scheint die Sorge der Anleger etwa vor einem neuen Krieg eher begrenzt zu sein.

Diverse Fragezeichen

Die Aktienmärkte erreichten 2017 einen Rekord nach dem anderen, für Gold interessierte sich kaum jemand. Kurzfristig dürfte sich an dieser Großwetterlage wohl auch nur wenig ändern. Für Goldfans lohnt sich eher der längerfristige Blick in die Zukunft: Nach Jahren des weltwirtschaftlichen Aufschwungs und der Rally an den Aktienmärkten ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Stimmung wieder kippt.

Und auch politische Krisen sind als Einflussfaktoren nicht gänzlich vom Tisch: Was passiert eigentlich, wenn sich Merkels CDU auch mit der SPD auf keinen Koalitionsvertrag einigen kann? Oder wenn ein ungeordneter Brexit einen Scherbenhaufen in Großbritannien und Europa hinterlässt?

Auch im neuen Jahr gilt jedenfalls der alte Leitspruch, dass eine Goldbeimischung von etwa 10 Prozent in keinem Depot fehlen sollte. Nur zur Sicherheit.


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© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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