Goldpreis: Stärkster Preisverlust seit 3 Jahren

Der gestrige Absturz beim Goldpreis kam wie aus dem Nichts.

Sicherlich hatten einige Experten nach der positiven Entwicklung der vergangenen Wochen und Monaten mit einer Korrektur gerechnet.

Doch das diese Korrektur an einem Tag so heftig ausfällt, kam dann doch sehr überraschend.

Bis zum Ende des Handelstages verlor der aktuell maßgebliche Dezember Gold Future 43 Dollar auf knapp 1.270 Dollar. Das war der größte tägliche Dollar-Verlust seit Juni 2013.

Beim Silber ging es auf 17,77 Dollar nach unten. Damit verlor die Unze 93 Cents an einem Tag. Das war sogar der größte Tagesverlust seit Juni 2012.

Trotz Preiskorrektur – Gold ist noch im Aufwärtstrend

Gold bleibt jedoch trotz des starken Preisverlustes noch immer in einem Aufwärtstrend: Aktuell verläuft die maßgebliche 200-Tage-Linie, die den langfristigen Aufwärtstrend markiert, bei 1.250 Dollar.

Und genau dieses Areal haben viele Experten jetzt auch als ganz wichtigen Unterstützungs-Bereich für den Goldpreis ausgemacht.

Verschiedene Meldungen und Gerüchte aus dem Bereich der Notenbanken haben diesen deutlichen Absturz beim Gold und Silber ausgelöst.

So äußerte sich ein hochrangiger FED-Mitarbeiter in den USA und erklärte, dass es starke Anzeichen dafür gibt, die Zinsen schon bald deutlich zu erhöhen.

Seiner Einschätzung nach sollten die Zinsen 1,5% höher sein als aktuell.

Auf der anderen Seite tauchten Gerichte aus dem Umfeld der EZB auf, wonach die europäischen Währungshüter planen, das aktuell laufende Aufkauf-Programm für Anleihen eher auslaufen zu lassen.

Von offizieller Seite wurde direkt erklärt, dass solche Pläne aktuell nicht besprochen worden sein, doch allein schon solche Gerüchte sorgen für starke Bewegungen am Markt.

Fakt ist: Fundamental hat sich beim Goldpreis innerhalb der vergangenen 2 Tage nichts verändert.

Allerdings hat das Abrutschen unter die Marke von 1.300 Dollar sicherlich bei vielen Investoren auch Stop-Loss-Marken ausgelöst. Insofern hat sich hier eine negative Entwicklung erst einmal beschleunigt.

Was bedeutet das jetzt für die weitere Entwicklung beim Goldpreis? Nach dem überraschenden Abrutschen ist es gut möglich, dass der Goldmarkt weiterhin nervös reagiert.

Insofern ist es in den nächsten Tagen sicherlich angesagt, eher an der Seitenlinie zu stehen und die Entwicklung erst einmal kurzfristig abzuwarten.

5. Oktober 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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