Goldpreis startet durch – vor allem in Euro

Gold strahlt wieder: Das gilt zunächst einmal für den Goldpreis in Dollar. Heute überwindet die Unze erstmals seit Anfang September 2014 wieder die Marke von 1.250 Dollar pro Unze.

Aber das gilt noch viel mehr für den Goldpreis in Euro. Hier erreicht der Preis mit 1.066 Euro den höchsten Stand seit Sommer 2013.

Daher lohnt es sich, genauer auf den Goldmarkt zu schauen. Gold hat in den vergangenen Wochen wieder klar an Stärke gewonnen hat. Das geht sehr einfach mit einem Blick auf die Trendanalyse. Hier hat sich die Lage wieder deutlich verbessert.

Die Basis der Trendanalyse bilden die verschiedenen gleitenden Durchschnitte. In der Praxis sind das nichts anderes als Durchschnittspreise über verschiedene Zeiträume. Dabei gilt: Je länger der Zeitraum, desto stärker fällt auch der Trend aus.

Kurzfristige Trader orientieren sich häufig am 20-Tage oder 38-Tage Durchschnitt. Hier notiert Gold bei beiden Zeitebenen mit maximal 2% darüber. Beim mittelfristigen 100-Tage-Durchschnitt ist das Signal noch nicht so eindeutig – hier steht der Goldpreis erst 1,5% darüber. Bei der langfristigen und wichtigsten 200-Tage Linie notiert der Goldpreis dann auch noch 1,6% darunter.

Seit Anfang November hat der Goldpreis schon mehr als 15% hinzugewonnen

Klar ist aber auch: Mit rund 1.250 Dollar kostet die Unze Gold jetzt so viel wie seit einigen Monaten nicht mehr. Da eben die wichtigen Unterstützungen im Dezember auch beim zweiten Test gehalten haben, ist die Basis jetzt tatsächlich für eine weitere Erholung bereitet.

Die fällt im Übrigen in Euro sehr viel stärker aus: Hier sorgt eben die Dollarstärke dafür, dass der aktuelle Preisauftrieb noch sehr viel deutlicher ausfällt. Ich habe hier ein Praxisbeispiel für Sie: Wenn Sie Anfang November auf der Edelmetallmesse in München die Chance zum Kauf von physischem Gold genutzt haben, können Sie sich jetzt über Zugewinne von deutlich über 15% freuen.

Im gleichen Zeitraum ist der Goldpreis auf Dollarbasis nur um rund 9% gestiegen. Ich bin mir sicher, dass etliche Leser auf der Messe waren und die Chance genutzt haben.

Daran sehen Sie ganz klar: Wenn Sie jetzt schon Gold besitzen gehören Sie zu den Gewinnern der aktuellen Euroschwäche. Wenn Sie jetzt erst Goldpositionen aufbauen wollen, kaufen Sie leider auf dem höchsten Niveau seit 16 Monaten ein.

15. Januar 2015

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Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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