Goldpreis: Wegen Trump jetzt dauerhaft über 1.300 USD?

Steht die nächste Gold-Rally unmittelbar vor der Tür?

Manche Analysten halten das für sehr wahrscheinlich – und sie haben gute Gründe, wie ein Blick auf den Gold-Chart der vergangenen Wochen zeigt:

Durchbruch nach oben oder typischer Zyklus?

Charttechnisch hat der Goldpreis zuletzt wichtige Hürden übersprungen:

Am vergangenen Freitag stieg der Preis je Feinunze erstmals in diesem Jahr über die wichtige Marke von 1.300 US-Dollar.

Damit hat das Edelmetall den technischen Widerstand von 1.296 Dollar – dem bisherigen Jahreshoch – überschritten.

Experten, etwa von der Schweizer Bank Credit Suisse, halten daher zumindest charttechnisch ein rasches Ansteigen in Sphären von bis zu 1.380 Dollar für wahrscheinlich.

Skeptischer wird der Ausblick von den Beobachtern des Geldhauses Julius Bär bewertet.

Sie rechnen lediglich mit einem kurzzeitigen Aufbäumen – und einem neuerlichen Kurssturz auf etwa 1.200 Dollar.

Dies würde der zyklischen Bewegung entsprechen, die der Goldpreis in diesem Jahr bereits mehrfach vollführt hat:

Auf ein Ansteigen bis knapp unter 1.300 Dollar folgte jeweils eine Kurs-Korrektur, die meist bei etwa 1.220 Dollar eine Unterstützungs-Linie fand.

Goldpreis steigt dank Trump

Seinen Aufwärtstrend verdankt das Edelmetall v. a. seinem Ruf als sicherem Hafen in Krisenzeiten.

Denn geopolitische Unruhen führen häufig zu Verwerfungen an den Aktienmärkten, während Anleger sich in das als vergleichsweise sicher geltende Edelmetall flüchten.

Diese Wechselwirkung war auch in den vergangenen Wochen wieder zu beobachten – die 3 wichtigsten Faktoren waren:

  1. das verbale Wettrüsten zwischen Donald Trump und Kim Jong Un, das die Welt tagelang in Atem hielt,
  2. die mangelnde Distanzierung Trumps von den rechtsradikalen Auswüchsen in Charlottesville
  3. der Terror-Anschlag in Barcelona.

All das hat die Menschen zutiefst verunsichert und auch an den Märkten seine Spuren hinterlassen.

Dabei ist aus Sicht der Anleger weniger Trumps Haltung das Problem, sondern dass sich aufgrund eben dieser Haltung inzwischen immer mehr Wirtschaftsbosse von dem einst so umjubelten Präsidenten abwenden.

Von großen Reformen oder Steuer-Erleichterungen ist indes nicht viel zu spüren, stattdessen hat Trump nahezu alle engen Berater inzwischen ausgetauscht (oder austauschen müssen).

Die Regierung ist nach mehr als 1/2 Jahr im Amt mehr mit sich selbst beschäftigt als mit der Umsetzung politischer Vorhaben.

Trumps Versprechen sind nichts wert

Wie wenig man sich auf die im Wahlkampf vorgetragenen Aussagen Trumps verlassen kann, zeigte vor wenigen Tagen erst seine 180-Grad-Wende in der Afghanistan-Strategie:

Hatte er vor seiner Wahl noch für einen raschen Abzug der US-Truppen aus dem umkämpften Land plädiert, will er nun sogar noch mehr Soldaten entsenden.

Wieviel am Ende dran sein wird an den versprochenen wirtschaftsfreundlichen Reformen, ist mehr als ungewiss.

Das realisieren zunehmend auch die Marktteilnehmer und schicken die Aktienmärkte auf Talfahrt – wovon der Goldpreis einmal mehr profitiert.

Verspielt Trump im Weißen Haus auch die letzten Geduldsfäden der Investoren, könnte es schon bald zum Durchbruch nach oben für das Edelmetall kommen.


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26. August 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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