Goldpreis angeschlagen: Wagt die Fed den Zinsschritt?

Der Goldpreis ist zuletzt auf ein 10-Monats-Tief gefallen. Bleibt die spannende Frage: Wagt die Fed eine Zins-Anhebung im Dezember? (Foto: Billion Photos / Shutterstock.com)

Wie gewonnen, so zerronnen – lange sah es danach aus, als würde 2016 als goldenes Jahr in die Geschichte eingehen.

Nach jahrelanger Flaute hatte der Goldpreis zu Jahresbeginn aufgedreht und war binnen kürzester Zeit in die Höhe geschossen.

Doch inzwischen haben sich die Rally-Höchststände aus den Sommer-Monaten wieder pulverisiert.

In dieser Woche markierte der Goldpreis den tiefsten Wert seit 10 Monaten, oder anders ausgedrückt: Das Edelmetall kostet jetzt wieder so viel wie vor Beginn der fulminanten Aufholjagd.

Zumindest fast – denn auf Jahressicht liegt der Goldpreis nach wie vor fast 10% im Plus.

Alarmierend war aus Sicht von Beobachtern jedoch, dass der Wert in den vergangenen Tagen unter die Marke von 1.200 US-Dollar gerutscht war:

ein psychologisch wichtiger Faktor, der weitere Verkäufe auslöste. Damit sind die goldenen Sommer-Monate wohl endgültig passé.

Ab Anfang Juli bewegte sich der Goldpreis 3 Monate lang seitwärts in einer Spanne zwischen 1.300 und 1.350 Dollar je Feinunze, mit zwischenzeitlichen Ausschlägen auch darüber hinaus.

Wagt die Fed den Zinsschritt?

Wohin die Reise künftig geht, ist aktuell kaum vorherzusagen.

Ob die Verkaufswelle weitergeht oder schon bald eine Bodenbildung samt Kehrtwende einsetzt, wird wohl nicht zuletzt von der Federal Reserve abhängen.

Die US-Notenbank berät im Dezember erneut über ihre weitere Geld- und Zins-Politik.

Wird der Leitzins angehoben, dürfte das den Goldpreis weiter belasten, denn im Gegensatz zu anderen Anlageformen wirft Gold keine Zinsen ab, sondern verursacht – ganz im Gegenteil – Lagerungskosten.

Ob es allerdings tatsächlich zu einer Zins-Steigerung kommt, ist aktuell fraglich.

Einerseits hatten mehrere führende Notenbanker bereits bei den vergangenen Sitzungen für einen solchen Schritt plädiert.

Andererseits erscheint die konjunkturelle Zukunft der USA derzeit äußerst fraglich. Immerhin weiß niemand so recht, was genau unter dem künftigen Präsidenten Donald Trump zu erwarten ist.

Unsicherheit, wohin man schaut

Gelingt sein Plan, die Wirtschaft anzukurbeln, etwa durch Steuer-Reformen, Deregulierungen und eine Stärkung der USA als Produktions-Standort?

Oder erzielt er durch seine Abschottungs-Politik und immense Verschuldung den gegenteiligen Effekt?

Es scheint, als wüsste Trump selbst noch nicht genau, welche Teile seiner im Wahlkampf verkündeten Pläne er tatsächlich umsetzen oder dies zumindest versuchen wird.

Insofern erscheint der Dezember als Zeitpunkt für eine Zins-Anhebung eher riskant, obwohl die Fed unter Chefin Janet Yellen diesen Schritt bereits seit Monaten vorbereitet.

Für Gold-Fans diesseits des Atlantiks bleibt der Trost, dass der jüngste Preisverfall in Euro nicht ganz so gravierend ins Gewicht fällt wie in US-Dollar.

Auch hier notiert der Goldpreis noch rund 10% höher als vor 1 Jahr, die Feinunze kostete zuletzt rund 1.120 €.


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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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