Goldpreis weiter unter Druck – das sind die Gründe

Der Goldpreis gibt immer weiter nach. Dafür sorgen gleich verschiedene Gründe, die ich Ihnen heute näher vorstelle. (Foto: Billion Photos / Shutterstock.com)

Auch in dieser Woche setzt sich der Abwärtstrend beim Goldpreis weiter fort. Mit nur noch knapp 1.215 Dollar ist der Preis für die Feinunze auf den niedrigsten Stand seit anderthalb Jahren abgerutscht. Wie Sie wissen, habe ich Ihnen in den vergangenen Tagen ausführlich erklärt, warum es langfristig gut für den Goldpreis aussieht. Kurzfristig jedoch steht der Preis für das Edelmetall deutlich unter Druck. Dafür sorgen verschiedene Faktoren, die ich Ihnen heute etwas genauer erklären möchte.

So sorgen derzeit einige Faktoren außerhalb des Goldmarktes für die fortgesetzte Schwäche. Auf der einen Seite legt der US-Dollar zuletzt wieder klar zu. Auf der anderen Seite hat der Ölpreis wieder etwas nachgelassen. Diese beiden Faktoren sorgen schon nahezu traditionsgemäß dafü, dass der Goldpreis schwächer performt. Ganz aktuell kommen noch Meldungen aus den USA hinzu, wo die dortige Notenbank bei der jüngsten Sitzung keine Änderungen an der Zinspolitik vornimmt. Auch das ist nicht gerade positiv für den Goldpreis.

Die Marke von 1.200 Dollar muss erst einmal halten

In solchen Phasen lohnt es sich auch einmal, auf die technische Verfassung des Goldpreises zu schauen. Genau das machen sehr viele kurzfristig orientierte Trader, um vielleicht gerade von der Schwäche zu profitieren und auf einen weiteren Abschwung des Goldpreises zu setzen. Tatsächlich haben gerade die Goldbären das Zepter in der Hand. Diejenigen die auf einen weiter fallenden Goldpreis setzen, haben zuletzt schon hohe Gewinne erzielen können.

Lichtblick beim Goldpreis: Es geht wieder aufwärtsJetzt hat der Goldpreis die Marke von 1.200 Dollar wieder erobert. Damit ist der negative Trend mit 7 Wochenverlusten in Folge erst einmal gebrochen. › mehr lesen

Und das nächste Signal für die Goldbullen, die auf steigende Kurse setzen, ergibt sich erst wieder, wenn der Goldpreis den massiven Widerstand bei 1.250 Dollar nach oben durchbrechen sollte. Das nächste kurzfristige Abwärtsziel ist die noch sehr wichtige technische Unterstützung bei 1.200 Dollar.

Auf Eurobasis ging es zuletzt auch deutlich nach unten für den Goldpreis. Im frühen Handel heute erreichte so die Notierung mit 1.042 Euro pro Unze den niedrigsten Stand seit Anfang 2016. Innerhalb des Handelstages hat sich das ganze Bild aber etwas gewandelt und es ging schon wieder auf 1046 Euro nach oben.

Auf Monatssicht hat der Goldpreis rund 2,5 % an Wert verloren auf Euro-Basis. Damit bietet sich jetzt für den Aufbau neuer Position ein attraktives Niveau. Allerdings sollten Sie eine Sache dabei im Hinterkopf behalten: Nach dem fortgeschrittenen Abwärtstrend zuletzt ist es auch gut möglich, dass der Goldpreis noch weiter an Boden verliert. Wenn Sie am Aufbau von neuen Goldpositionen interessiert sind, sollten Sie daher ein Abstauber-Limit deutlich unter dem aktuellen Niveau setzen, um auch von einem möglichen weiteren Preisrückgang noch profitieren zu können.


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Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

Ob DAX-Titel, Rohstoff oder Emerging Marktes-Aktie: Heiko Böhmer bringt Ihnen in seinem täglichen Newsletter diese Themen näher. Neue Trends findet er dabei vor allem auf den vielen Reisen zu Finanzmessen im In- und Ausland, über die er in seinem Newsletter ausführlich berichtet.