Goldpreis wird manipuliert: Wozu das Ganze?

Es sind mitunter seltsame Bewegungen, die der Goldpreis vollführt – und das z. T. ganz ohne erkennbaren äußeren Anlass.

Immer wieder kommt es – selbst in Phasen eigentlich steigender Goldpreise – zu dem Phänomen, dass das Edelmetall binnen kürzester Zeit massiv abwertet.

Um zu erörtern, was dahinterstecken könnte, sollte man sich immer wieder die grundlegende Frage vor Augen führen:

Who profits? Wer profitiert am meisten davon, wenn der Goldpreis kurzzeitig in die Knie geht? Und: Wer hat die Macht und die Möglichkeiten dazu, darauf tatsächlich Einfluss zu nehmen?

Manipulationen im großen Stil?

Die Antwort liegt auf der Hand: diejenigen Player am Markt, die über so hohe Bestände verfügen, dass sie mit gezielten Verkaufs-Aktionen den Preis spürbar drücken können.

Zahlreiche Beobachter sind davon überzeugt, dass es bereits mehrfach konzertierte Aktionen von Zentralbanken und teilweise auch Geschäftsbanken gab, die nach Absprache den Goldpreis auf Talfahrt geschickt haben.

Wozu das Ganze? – Nun, die Banken hatten sich zuvor Gold in größeren Mengen geliehen, teuer verkauft, dann den Preis in den Keller geschickt und sich anschließend günstig wieder eingedeckt.

Ein schönes Spielchen, das zumindest in Einzelfällen auch belegt werden konnte und als offiziell nachgewiesen gilt. Neben den lockenden Gewinnen haben gerade die Notenbanken jedoch auch noch andere Interessen mit Blick auf den Goldpreis.

Das glänzende Edelmetall gilt als die überdauernde Währung schlechthin, ihre Kaufkraft ist – im Vergleich zu teils ungedeckten Papierwährungen – wesentlich stabiler.

Entwertung der Geldwährungen

Ob D-Mark, US-Dollar oder Euro; alles, was die Notenbanken durch ihre Druckerpressen schicken, verliert mit der Zeit an Wert.

Das gilt in den letzten Jahren umso mehr, als die Zentralbanken dazu übergegangen sind die Märkte mit billigem Geld zu fluten.

Gerade diese extrem expansive Geldpolitik von Federal Reserve (Fed) und Europäischer Zentralbank (EZB) hat bereits jetzt zu einer erheblichen Entwertung der Papierwährungen beigetragen.

Der Goldpreis hingegen ist in den vergangenen Monaten seit Jahresbeginn wieder klar angestiegen. Zwar gibt es immer wieder kleinere Rückschläge und die Preisfindung gilt noch längst nicht als abgeschlossen.

Doch gerade in politisch unruhigen Zeiten wie dieser gilt ein Goldinvestment als Krisenwährung und auch Versicherung fürs Depot: Wenn Aktien im Wert sinken, steigt parallel zumeist der Goldpreis und umgekehrt.

What goes up must come down

Die Aktienmärkte haben in den vergangenen Jahren seit der Finanzkrise eine längere Aufstiegs-Phase hingelegt.

Gemäß der alten Börsen-Regel, dass sich die Kurse in Wellen bewegen, ist daher in den nächsten Jahren eher mit einer Verlust-Phase bei Aktien zu rechnen – was den Goldpreis befeuern dürfte.

Manipulationen, wie eingangs beschrieben, werden durch entsprechende Regulierungen übrigens immer weiter eingedämmt und haben ohnehin meist eher kurzfristige Effekte.

Langfristig orientierte Anleger sollten sich davon nicht abschrecken lassen.


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16. Juni 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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