Goldpreis: Wo geht´s hin?

Es ist eine Sache des grundlegenden Ursprungs.

Die ersten Menschen auf dem Planeten Erde nutzten ein gelbes glänzendes Metall als Tauschmittel!

Es war selten und betörte durch seinen magisch anziehenden goldgelb reflektierenden Glanz. Gold!

Und seit diesem Tage war, ist und bleibt Gold ein begehrtes Gut! Und es ist Zahlungsmittel weltweit! In jeder Krise, Rezession oder Krieg, Gold hat seinen Wert immer behalten. Es ist wie eine Immobilie, nur muss man es nicht pflegen, reparieren, warten, sanieren oder erneuern.

So ist es dann auch in diesen Tagen der Krise an den Finanzmärkten und der Schuldenproblematik wieder in aller Munde. Während die Kapitalmärkte einbrechen, steigt der Goldpreis in USD von All-Time-High zu All-Time-High.

Ist der Preis nun irrational hoch oder kann es noch weitergehen?

Die Charttechnische Betrachtung ist in derart turbulenten Phasen nicht ganz einfach.

Aber Sie kann einen Anhaltspunkt liefern, wo denn der Goldpreis hinläuft, wenn die hochgekochten Emotionen wieder abflachen. Und sie werden abflachen, weil sie das immer getan haben!

Dazu  schauen wir zunächst wie immer auf den kurzfristigen Goldchart der letzten 8 Monate.

Goldpreis in USD/Feinunze 8 Monate

Aufwärtstrend nach oben verlassen

Der seit dem Tief von Ende Januar ausgebildete Aufwärtstrend ist nach einer Konsolidierung bis Ende Juni zunächst bis an die obere Trendbegrenzung ausgereizt worden (blaue Trendgeraden).

Das Spiel seit August kennen Sie. Massive Kursaufschläge bis fast 1.800 USD pro Feinunze verursachten den Trendbruch nach oben!

Was ist noch normal?

Wir können ähnlich den Aktienmärkten erkennen, dass das Bild nach der Bonitäts-Herabstufung der USA im August völlig aus den Fugen geraten ist.

Kurse bis etwa 1.690/1.700 USD hätte man noch in den Bereich der normalen Haussephase innerhalb des Trendkanals erklären können. Aber alles danach ist zumindest aus charttechnischer Sicht absurd übertrieben.

MACD völlig überkauft

Der „Moving Average Convergence Divergence“ (rot-schwarze-Linien unterhalb des Charts), kurz MACD, ein zuverlässiger Indikator  für das Erkennen von Überkauften und Überverkauften Zuständen, befindet sich im deutlich überkauften Bereich!

Damit wird eine baldige Gegenbewegung nach unten angedeutet. Ziel könnte hierbei zunächst die Trendbegrenzung bei etwa 1.700 USD sein!

Längerfristiger Chart mustergültig

Das kurzfristige analytische Bild kann keine längerfristigen Zyklen und Zielprognosen vermitteln. Um längere Trends und weitere Kursziele zu definieren, ist es sinnvoll, die längerfristige Betrachtung zu Rate zu ziehen.

Analysieren wir die Kurse der vergangenen 3 Jahre.

Gold in USD/Feinunze 3 Jahre

Trendkanal und Trendkanal

Seit Beginn 2009 erkennen wir beim Gold einen mustergültigen aufwärtsgerichteten Haussetrend (hellblaue Trendlinie).

Dieser Trend ist an einigen Punkten von Spitzen überboten worden. Genau 4 mal wurde die Trendlinie um etwa jeweils 100 USD pro Feinunze Gold nach oben übertroffen, um dann nach einiger Zeit wieder in den Trendkanal abzugleiten.

3 der 4 Punkte sind durch zeitgleich stark fallende Aktienkurse und Ängste begleitet gewesen. So auch dieses Mal!

Damit eröffnet sich ein Übertreibungskanal, der sich durch eine weitere parallele Trendlinie um die Spitzen verlängert darstellt.

Wenn wir nun den aktuellen Kurs des Goldes nehmen, erkennen wir, dass sich aktuell der Preis knapp unterhalb dieser Linie aufhält. Demnach ist das Potenzial für den Goldkurs trotz Krise & Co bis etwa 1.850 USD sehr limitiert begrenzt.

Folgt der Goldpreis diesem Muster, dann sollte bald nach einer weiteren Übertreibung in Richtung von etwa 1.850 USD eine Konsolidierung von etwa 6 Monaten Dauer den Goldpreis auf 1.600 – 1.700 USD zurückführen.

Fazit: Gold sollte trotz Krise kurzfristig keine Kurse von 2.000 USD markieren, wie das viele erwarten. Somit fällt Gold als Absicherung zum jetzigen Zeitpunkt aus!

Eine Absicherung bestehender Depots ist sinnvoll, um einem Super-Gau vorzubeugen. Allerdings halte ich in diesem Fall eine Put-Option auf Aktien-Indizes mit kurzer Laufzeit für ertragreicher.

Diese sollte aber nicht unbedingt sofort, sondern optimal in einer überfälligen Gegenbewegung nach oben aufgebaut werden.

So ist es dann auch in diesen Tagen der Krise an den Finanzmärkten und der Schuldenproblematik wieder in aller Munde. Während die Kapitalmärkte einbrechen, steigt der Goldpreis in USD von All-Time-High zu All-Time-High.

Ist der Preis nun irrational hoch oder kann es noch weitergehen? Die Charttechnische Betrachtung ist in derart turbulenten Phasen nicht ganz einfach.

Aber Sie kann einen Anhaltspunkt liefern, wo denn der Goldpreis hinläuft, wenn die hochgekochten Emotionen wieder abflachen. Und sie werden abflachen.

Mehr zum Thema: Goldpreis: Entwicklung und Beeinflussung

11. August 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Sturm. Über den Autor

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