Goldproduzenten profitieren von steigenden Goldpreisen

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Gold wird bei den Anlegern vermehrt als sicherer Hafen angesehen und gilt als krisensicheres Investment. (Foto: Billion Photos / Shutterstock.com)

Zu den Krisengewinnern gehören Barrick Gold und Newmont Goldcorp. Aufgrund des gestiegenen Goldpreises konnte der durchschnittliche, realisierte Verkaufspreis pro Unze deutlich gesteigert werden. Gold wird bei Anlegern vermehrt als sicherer Hafen angesehen und gilt als krisensicheres Investment. Der zunehmende Gelddruck seitens der Zentralbanken bläht die Geldmenge auf und erhöht den Inflationsdruck. Gold kann als Inflationsschutz eingesetzt werden und erfreut sich einer steigenden Nachfrage.

Gerade der physische Goldmarkt wird vermehrt von Privatanlegern genutzt. Allerdings ist das Risiko eines Investments in Goldaktien hoch, da der Aktienkurs überproportional auf sowohl steigende als auch fallende Goldpreise reagiert. Die Goldgewinnung wird zukünftig immer schwieriger, was steigende Kosten und höhere Investitionen bei den Unternehmen fordert. Dennoch stehen momentan die Zeichen auf Grün für diese Unternehmen.

Lieferkettenbrüche drücken Rohstoffpreise

Insgesamt aber steht die Rohstoffbranche aktuell unter Druck. Viele Minen mussten ihr Tagesgeschäft wegen der Corona- Krise ruhen lassen. Zudem behindern Unterbrechungen der Lieferketten den Absatz. Dadurch entsteht ein hoher Druck auf die Rohstoffpreise. So sind laut HWWI-Rohstoffindex allein im April die Preise der Industrierohstoffe um 7,2% gefallen. Glücklicherweise verlangsamte sich der Preisverfall bei den Nichteisenmetallen im April wieder im Vergleich zum März.

Dies sind gute Nachrichten für die zwei größten Goldproduzenten Barrick Gold und Newmont Goldcorp. Barrick konnte den Streit mit der Regierung von Tansania beilegen, wodurch die Tochter Acacia Mining den Export von Gold aus Tansania starten konnte. Zwar kämpfen die Rohstoffunternehmen jetzt vorübergehend mit fallenden Margen, jedoch deutet sich bereits eine Normalisierung der Lage an.

Die fallenden Rohstoffpreise tragen auch eine Teilschuld an den überdurchschnittlich hohen Abzügen von Investitionen in den Schwellenländern. Gerade Afrika und Südamerika sind besonders auf die Rohstoffwirtschaft angewiesen.

Der hohe Eisenerzpreis spülte Geld in die Kassen

2019 kam es aufgrund von schlechtem Wetter zu Ausfällen bei der Eisenerzproduktion in Australien. Durch einen Dammbruch kam es auch in Brasilien bei Vale zu Produktionsproblemen. Die diversen Produktionsausfälle kurbelten Mitte 2019 den Eisenerzpreis und die Eisenerzproduktion kräftig an. Bergbaukonzerne wie Anglo American und Rio Tinto profitierten davon. Interessant zu wissen ist, dass die weltweite Eisenerzproduktion von einigen wenigen Unternehmen dominiert wird. Der größte unter ihnen ist Vale mit einer Fördermenge 019 von 300 Mio. Tonnen Eisenerz; aufgrund des Dammbruchs in Brasilien jedoch weniger als 2018.

Aufgrund von Corona könnte 2020 Gold der neue Kassenschlager für die Bergbauunternehmen werden. In Krisenzeiten wird das Edelmetall immer wieder zur begehrten Wertanlage. Mit der Corona- Krise ging der Goldpreis in den Rallyemodus. Dieser notiert höher als vor der Krise und ist auf dem höchsten Stand seit sieben Jahren.

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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