Goldschmuck als Investment – so geht`s in der Praxis

Gold Körner – shutterstock_567952783 optimarc

Goldschmuck ist schön – aber in den meisten Fällen kein Investment. Jetzt hat die Firma Mene einen Weg gefunden. (Foto: optimarc / Shutterstock.com)

Gold ist immer noch etwas ganz Besonderes – ob nun in Form von Münzen, Barren oder auch Schmuck. Doch gerade als Investment hat der Schmuck doch oft einen großen Nachteil: Die Legierungen sind so aufgesetzt, dass Gold zwar der wichtigste Bestandteil ist – aber eben kein reines Gold verarbeitet wird.

So ist 18 Karat Goldschmuck üblich. Dabei sind dann 750 von 1.000 Anteilen Gold. Das ist das bekannte 750er Gold. Wenn Sie nun alten Goldschmuck nicht mehr Tragen wollen, wird dann auch nur der Goldanteil mit eingerechnet. Hinzu kommen natürlich oft noch Steine oder auch modische Verarbeitungen von Schmuckstücken. Diese Investition bekommen Sie in den meisten Fällen nicht mehr raus. Und genau hier setzt jetzt ein neues Konzept an, dass Gold- und Platinschmuck vielmehr als Investment ansieht.

Die Firme Mene bietet jetzt 24 Karat Goldschmuck an, der nach Gewicht verkauft wird. Maßgeblich ist hier der Marktpreis für Gold und ein Aufschlag für das Design. So wird die Preisfindung nicht nur transparent. Diese Schmuckstücke bieten den Kunden auch tatsächlich die Möglichkeit, mit Goldschmuck ein Investment zu schaffen.

Meine setzt auf Goldschmuck pur -ohne Legierungen oder Edelsteine

Aber dieser besondere Fokus sorgt auch für Einschränkungen in der Verarbeitung: Bei Mene gibt es nur klassischen Goldschmuck und eben keine modischen Legierungen wie Weißgold und Roségold. Zusätzlich verzichtet das Unternehmen auf Edelsteine. Pures Gold als Schmuck ist die Devise bei diesem neuen Anbieter.

Die Transparenz des Unternehmens ist dabei schon erstaunlich – und zeigt auch den Ansatz hier Schmuck klar als Investment anzusehen. So werden im Onlineshop Ringe angeboten. Die haben ein Gewicht von 7,1 Gramm. Der Goldwert wird dabei mit 279,74 Dollar und die Gebühren des Produzenten Mene mit 75,33 Dollar angegeben. Damit wird der Ring zu einem Preis von 355,27 Dollar verkauft. Nur für Sie zur Info: Dieser Preis entspricht exakt dem heutigen Marktpreis beim Gold von 39,20 Dollar pro Gramm.

Das Konzept von Meine ist neu und bietet für Rohstoff-Investoren neue Möglichkeiten. Wie sich das Ganze am Markt durchsetzen kann, wird sich erst noch zeigen müssen. Aber immerhin ist das Unternehmen seit einigen Wochen auch an der Börse in Toronto gelistet.

Onlinehandel wird auch beim Schmuck immer wichtiger

Das jährliche Marktvolumen beim Schmuck schätzen Experten auf rund 300 Mrd. Dollar. Ein immer größeres Stück davon wird schon heute Online abgewickelt. Bis 2021 erwartet Mene hier ein Volumen von rund 10%. Und genau hier setzt das neue Unternehmen mit dem eigenen Onlineshop an, wo die Kunden ganz nach ihren Bedürfnissen Armbänder und Ketten mit Anhängern zusammenstellen können.

Und wenn der Goldpreis mittelfristig wieder steigt, dann steigt auch der Wert der Schmucktücke. Das ist ohne Frage innovativ und hier kann sich der Kauf tatsächlich lohnen. Und gerade in diesen Tagen ist das ein wichtiger Hinweis – denn in 5 Wochen ist Weihnachten.

Gold Körner – shutterstock_567952783 optimarc

Barrick Gold: Starke Bilanzdaten für den GoldproduzentenAuch Barrick Gold hat mit soliden Bilanzdaten vom hohen Goldpreis profitiert. Lesen Sie hier die Hintergründe. › mehr lesen


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Heiko Böhmer
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

Ob DAX-Titel, Rohstoff oder Emerging Marktes-Aktie: Heiko Böhmer bringt Ihnen in seinem täglichen Newsletter diese Themen näher. Neue Trends findet er dabei vor allem auf den vielen Reisen zu Finanzmessen im In- und Ausland, über die er in seinem Newsletter ausführlich berichtet.

Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig den kostenlosen E-Mail-Newsletter von Heiko Böhmer. Herausgeber: GeVestor Verlag | VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG. Sie können sich jederzeit wieder abmelden.

Hinweis zum Datenschutz