Goldwind vor Vestas, General Electric, Siemens und Gamesa

Ein sehr starker Windenergie-Markt in China hat erstmals dazu geführt, dass ein chinesischer Turbinen-Hersteller auch die weltweite Nr. 1 geworden ist.

In China wurden 2015 insgesamt rund 28.700 Megawatt (MW) Windleistung in Betrieb genommen.

Der Global Wind Energy Council (GWEC) hat für China das vorläufige Marktvolumen 2015 mit 30.500 MW beziffert.

Goldwind hat damit den bisherigen Marktführer Vestas (7.300 MW) von der Spitzen-Position verdrängt.

Im Gegensatz zu Goldwind mit seiner Fokussierung auf den chinesischen Markt hat Vestas 2015 Projekte in 32 Ländern der Erde ans Netz gebracht.

Hinter Vestas folgt General Electric auf Rang 3. Den geteilten 4. Platz belegen Siemens und Gamesa aus Spanien.

Vestas erhält gigantischen Auftrag

Der dänische Turbinen-Hersteller Vestas hat von dem Konsortium Fosen Vind DA jetzt tatsächlich einen verbindlichen Auftrag für Onshore-Windenergie-Projekte in Norwegen mit einer Gesamtleistung von 1.001 MW erhalten.

Es handelt sich bei dem Auftrag um jene 6 Windprojekte, die Statkraft noch im Juni 2015 gecancelt hatte.

Im Januar 2015 hatte Vestas erklärt, als bevorzugter Turbinen-Lieferant für die genannten Projekte auserkoren worden zu sein.

Ein verbindlicher Auftrag lag damals jedoch nicht vor. Im Juni kam dann die Absage von Statkraft.

Angeblich war das Börsen-Strompreis-Niveau zu gering; die Windpark-Projekte würden sich nicht mehr lohnen.

Jetzt die Kehrtwende: Statkraft nimmt die Windparks, die ab 2018 bis Ende 2020 errichtet werden sollen, gemeinsam mit den Joint-Venture-Partnern diesmal endgültig in Angriff.

Zudem erhielt Vestas einen 31-MW-Auftrag aus Deutschland und liefert Windturbinen an einen Windpark in Brandenburg.

Die Order umfasst Lieferung, Installation und Inbetriebnahme der Turbinen sowie eine Service-Vereinbarung für 20 Jahre.

Acciona an die Weltspitze

Dass mit Ökostrom viel Geld zu verdienen ist, hat Nordex im abgelaufenen Jahr bewiesen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern kletterte um über 60%.

Damit schaffte der Windanlagen-Bauer das 3. Jahr in Folge schwarze Zahlen. 2013 war nach einer langen Durststrecke der Turnaround erzielt worden.

Die anhaltend starke Nachfrage nach Windenergie-Anlagen hat Nordex deutlich beflügelt. Mit der Übernahme des spanischen Rivalen Acciona Windpower wollen die Hamburger den Umsatz verdoppeln und an die Weltspitze aufschließen.

SMA Solar mit Turnaround, und SolarWorld peilt Umsatz-Milliarde an

Zwei der größten Fotovoltaik-Unternehmen Deutschlands SMA Solar und SolarWorld haben große Pläne für 2016.

Zunächst war die Trendwende bei SMA im Jahr 2015 beeindruckend. Denn SMA hatte seit dem 4. Quartal 2012 in 11 aufeinanderfolgenden Quartalen einen operativen Verlust hinnehmen müssen.

Das 4. Quartal 2015 war das 2. in Folge, in dem der Hersteller von Fotovoltaik-Wechselrichtern wieder einen Gewinn verbuchen konnte.

Erstmals seit 2010 hat SMA wieder einen Anstieg seiner jährlichen Auslieferungen verzeichnet. Mit einem Wachstum von 44% auf 7,26 Gigawatt Wechselrichter-Leistung kann sich dieser sehen lassen.

SolarWorld strebt in diesem Jahr die Rückkehr zur Umsatz-Milliarde an. Diese Marke hatte der Konzern zuletzt 2011 übertroffen.

18. April 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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