Google Aktie

Kaum ein Unternehmen der Welt hat so einen rasanten Aufstieg hinlegen können, wie Google Incorporated.

Aber lohnt sich deshalb auch eine Investition in die teure Google-Aktie?

Unternehmens-Portrait Google

Erst 1998 wurde das Unternehmen gegründet und zählt seit einigen Jahren als teuerste Marke der Welt. Der Firmenwert liegt derzeit bei rund 130 Mrd. €. Das Hauptgeschäft des Internet-Dienstleisters ist die gleichnamige Suchmaschine Google.

Der Hauptsitz von Google Incorporated liegt in Mountain View in Kalifornien. Die beiden Gründer des Unternehmens, Larry Page und Sergei Brin, sind auch heute noch in der Unternehmensleitung tätig.

Weltweit arbeiten in etwa 24.400 Menschen für Google Incorporated.

Suchmaschine, Karten, Videos und Mails als Zugpferde

Das bekannteste Produkt von Google ist die gleichnamige Suchmaschine im Internet, die einem Marktanteil von über 80% verfügt.

Daneben existieren allerdings etliche andere Dienste des Unternehmens. Zu nennen sind hierbei z. B. Google Maps und Google Earth oder YouTube und Google Mail.

Google-Aktie momentan auf konstant hohem Preisniveau

Während Umsatz und Gewinn von Google Incorporated mit Ausnahme des 4. Quartals 2008 stetig wachsen, liegt der Kurs der Google Aktie momentan relativ konstant. Ende 2007 lag sie bei ihrem Allzeithoch von 700 US-Dollar.

Inzwischen kostet eine Google Aktie rund 580 US-Dollar. 2009 lag der Gesamtumsatz von Google Inc. bei 23,6 Mrd. US-Dollar.

Analyse der Google Aktie

* Bewertung nach Schulnotensystem

Die Kennzahlen und Auswertungen richten sich im Kern nach Benjamin Grahams Fundamentalanalyse: https://www.gevestor.de/shop/details/intelligent-investieren.html

Google steigert Gewinn deutlich

Jetzt wollte aber Page selber ran und das scheint sich bezahlt zu machen: V. a. dank steigender Anzeigen-Erlöse konnte Google seinen Gewinn auf 6,4 Mrd. Dollar steigern.

Die Google-Aktie steigt damit um 12% – kein schlechter Schnitt für ein Unternehmen, das hauptsächlich mit Anzeigen im Netz seinen Umsatz generiert.

Natürlich ist Google nicht irgendein Unternehmen; Es ist DIE Suchmaschine. Weder Bing, noch Yahoo haben es geschafft, den Konzern einzuholen, wenn es um den Suchmaschinen-Markt geht. Einzig Facebook könnte eine ernsthafte Konkurrenz werden.

Facebook bleibt größter Konkurrent von Google

Die dort angesiedelten 750 Mio. Nutzer könnten langfristig die Suchmaschine der ehemaligen Stanford-Studenten vernachlässigen und direkt über Facebook suchen, finden und investieren.

Das wiederum versucht Google gezielt zu unterbinden und baut seine Marktmacht weiter aus – sei es mit dem Kauf des Video-Portals YouTube oder dem Straßenerfassungs-Tool Google Street View.

Android nach wie vor auf dem Handy-Markt sehr beliebt als Betriebssystem

Nicht zu vergessen das Handy-Betriebssystem Android, dass bereits auf 135 Mio. Geräten weltweit läuft und damit in kürzester Zeit zu einem der populärsten von Mobilfunk-Herstellern unabhängig entwickelten Systeme ist.

Der letzte – und nun vielleicht bedeutendste – Coup ist natürlich Google+, das hauseigene Social Network und möglicher Monopol-Zerstörer für Facebook.

Faszinierend an dem Dienst ist v. a., dass er aktuell wie der neue Heilsbringer gefeiert wird, der endlich die Allmacht von Facebook beenden soll.

Datenschutz ist bei Facebook und Google ein dauerhaftes Problem

Nicht zuletzt wegen Facebooks fraglicher Datenschutz-Auffassungen sind viele Nutzer nachhaltig verärgert und hoffen auf die Alternative.

Dass Google dabei auch nicht viel besser beim Datenschutz ist, vergessen viele – immerhin ist das Unternehmen auch ein Datenkrake, der seine Erkenntnisse aus allen möglichen Diensten, wie E-Mail und Kalender, zieht.

Dennoch: Die Neugier für das neue Netzwerk ist ungebrochen. Bereits 10 Mio. Nutzer sollen sich angemeldet haben – und das, obwohl offiziell noch eine Testphase läuft, bei der man nur eingeladen werden kann.

Google+ wird zum Renner unter Netz-Nutzern

Der gefeierte Clou von Google+ ist besonders seine bestechende Einfachheit und Übersichtlichkeit, bei der etwa Freunde, Familie und Arbeitskollegen in unterschiedlichen Kreisen abgelegt werden können.

So kann man, wie im echten Leben auch, die geteilten Informationen gezielt auf die jeweilige Nutzergruppe verteilen.

Facebook bietet diese Funktion zwar auch, versteckt sie jedoch wesentlich besser und sorgt auch sonst immer wieder für Kritik durch seine verschrobene und teils überladene Steuerung.

Ob Google+ jedoch auch jenseits des Hypes das Zeug hat, Facebook dauerhaft Konkurrenz zu machen, wird sich erst noch zeigen. Seinen ersten kleinen Skandal hat das Netzwerk jedenfalls bereits:

Google besteht auf Einsatz von Klarnamen

War zuvor noch gesagt worden, man könne sich auch mit Fantasie-Namen anmelden, so wurde nun bekannt, dass Nutzer mit eben solchen Namen von Google+ ausgeschlossen wurden. Einzig Klarnamen sind erlaubt. Die Community reagiert darauf bereits verstimmt.

Aber auch aus einer ganz anderen Ecke droht Google Ungemach: Die US-Kartell-Behörde prüft, ob Google seine marktbeherrschte Stellung ausnutzt und andere Unternehmen und Konkurrenten in seinen Suchergebnissen benachteiligt.

Google bleibt ein spannendes Unternehmen mit viel Potenzial

Kartell-Behörde und Nutzer-Kritiken hin oder her: Google bleibt ein spannender Player auf dem Feld der Internet-Firmen – und das auch noch nach 13 Jahren.

Mit den jüngsten Gewinnen legitimiert das Unternehmen sich zudem weiterhin und auch die Google-Aktie bleibt einen Blick wert.

Mehr zum Thema: Wie kommt Google an sein Geld?

11. April 2011

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Von: Sebastian Grünewald. Über den Autor

Sebastian Grünewald ist freier Autor und Redakteur mit mehrjähriger Erfahrung. Er vermittelt einer breiten Leserschaft ökonomische Zusammenhänge und Themenfelder wie private Vorsorge und Geldanlage mit einfachen Worten.

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