GoPro-Aktie: Actionkamera-Hersteller sendet Lebenszeichen

Totgesagte leben länger. So verhält es sich auch beim Actionkamera-Pionier GoPro, dessen Aktie nach Zahlen ein kräftiges Kurs-Plus aufweist. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Wirklichen Spaß hatten die Anleger des Spezialisten für Actionkameras GoPro in den vergangenen Quartalen nicht mehr.

Denn die Zeiten als die meist auf Helme montierten Kameras für Extremsportler und Abenteurer reißenden Absatz fanden, sind längst vorbei.

Von den Höchstkursen von über 90 Dollar kurz nach dem Börsengang im Jahr 2014 ist die Aktie mittlerweile Lichtjahre entfernt.

V. a. der wachsende Konkurrenzdruck, der gesättigte Markt und der Fehlstart beim Eintritt ins Drohnen-Geschäft verschreckten die Anleger und ließen die Aktie um 90% (!) abstürzen.

Doch langsam könnte sich das Blatt wenden – zumindest glauben das offenbar die Anleger, die den Kurs der Papiere nach den Zahlen um gut 25% nach oben trieben.

GoPro: Hochgelobt und tief gefallen

Einst versammelte der Firmengründer und GoPro-Chef Nick Woodman eine richtige Fangemeinde um sich.

Mit seinen technologisch ausgereiften Actionkameras und der Verbreitung von Extremsport-Videos im Internet entwickelte sich sein Unternehmen rasant.

Der Umsatz schnellte seit 2011 in gerade einmal 4 Jahren von 234 Mio. Dollar  auf beeindruckende 1,6 Mrd. Dollar nach oben.

Aber bereits im Jahr 2015 konnten Sie bei einem Blick auf die Gewinn-Entwicklung sehen, dass es hinter den Kulissen nicht mehr rund lief.

Denn von den einst saftigen Gewinnmargen von über 10% blieb nicht mehr viel übrig (2015: 2,23%).

Wirklich hässlich wurde es dann im vergangenen Geschäftsjahr:

Während die Erlöse um 26% auf 1,18 Mrd. Dollar in den Keller purzelten, türmte der Kamera-Spezialist einen Verlust in Höhe von 419 Mio. Dollar auf.

Sanierungskurs macht sich bemerkbar, Verlust deutlich eingedämmt

Doch Firmenchef Woodman griff hart durch und verordnete dem US-Konzern ein kräftiges Sanierungs-Programm:

Ein massiver Stellen-Abbau, Kürzungen bei der Produkt-Palette und der abgeblasene Einstieg ins Medien-Geschäft mit einer Unterhaltungs-Sparte sollten GoPro wieder auf Kurs bringen.

Jetzt scheint sich bereits ein 1. Erfolg einzustellen. Denn mit einem Anstieg der Erlöse um fast 1/3 auf 296,5 Mio. Dollar im vergangenen Quartal konnte der Umsatzschwund vorerst gestoppt werden.

Zugleich konnte GoPro seine Verluste durch das Sparprogramm spürbar eindämmen:

Nach einem heftigen Verlust von 92 Mio. Dollar im Vorjahres-Quartal fielen jetzt „nur“ noch 30,5 Mio. Dollar an Verlusten an.

GoPro kann mit neuen Produkten punkten

Das erfreuliche Ergebnis ist neben den Kostensparmaßnahmen v. a. auch auf den gelungenen Produktmix zurückzuführen.

Denn das neue Kameramodell Hero5 ging mit einem Absatz-Plus von 18% weg wie warme Semmeln.

Auch bei seinem Drohnen-Geschäft ist die Ampel nach massiven Startproblemen endlich auf grün umgesprungen.

So gehörte die „Karma“-Drohne in den USA zuletzt zu den am meist verkauften Fluggeräten.

Internationale Expansion soll für weiteres Wachstum sorgen

Auch für den weiteren Jahresverlauf zeigt sich GoPro wieder zuversichtlicher:

Im laufenden Quartal peilt der Konzern bei einem Umsatz von 290 – 310 Mio. Dollar einen deutlich geringeren Verlust als im Vorjahr an.

Dazu soll insbesondere das internationale Geschäft beitragen. Denn mittlerweile erzielt die Firma bereits mehr als die Hälfte der Umsätze außerhalb ihres Heimatmarktes USA.

Doch ob GoPro in absehbarer Zeit wieder zu seinen alten Höchstmargen zurückkehren kann, darf stark bezweifelt werden.

Denn nicht nur das Kamera-Geschäft, sondern auch der Markt mit Drohnen gilt als besonders wettbewerbsintensiv.

Auf Grund der steigenden Produkt-Qualität sinkt zudem die Wiederkaufsrate der Kunden.

Unter dem Strich ist es also kein einfaches Marktumfeld, in dem sich der Actionkamera-Pionier erst einmal behaupten muss.


Der Gold-Report 2018
So machen Sie die besten Gold-Geschäfte

Sichern Sie sich jetzt gratis den Sonder-Report: “Der Gold-Report 2018” und erfahren Sie exklusiv, welche Aktien in Ihrem Depot nicht fehlen sollten!

Massive Gewinne voraus: So machen Sie 2018 zu Ihrem Goldjahr ➜ hier klicken!


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig den kostenlosen E-Mail-Newsletter von Rene König. Zusätzlich erhalten Sie kostenlose E-Mail Updates zu den profitabelsten Börsengeschäften.

Herausgeber: GeVestor Verlag | VNR Verlag für die deutsche Wirtschaft AG
Sie können sich jederzeit wieder abmelden.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt