Green Mountain Coffee Roasters: Kein kalter Kaffee

Ende Juli hatte ich Ihnen angekündigt, Ihnen die erfolgreichsten Aktien der vergangenen Jahre vorzustellen. Damit möchte ich heute beginnen. Denn eine positive Kursentwicklung in der Vergangenheit deutet häufig auf weitere Kurschancen hin.

Wenn eine Aktie über Jahre hinweg stetig geklettert ist, spricht das für sich. Eine solche Kursentwicklung kommt nicht von ungefähr, sondern zeugt von Qualität. Dies schaffen in der Regel nur Unternehmen, die über eine starke Marktposition in ihrer Branche verfügen und die Umsatz und Gewinn kontinuierlich steigern.

Kaffee ist ein lukratives Geschäft

Ein besonders lukrativer Geschäftszweig scheint der Kaffeemarkt zu sein. Denken Sie an Starbucks: Die Aktie der amerikanischen Kaffeehauskette stieg zwischen 1992 und 2006 von 64 Cents auf 40 Dollar – ein Plus von mehr als 6.100%. Aktionäre verdienten in diesem Zeitraum 34% pro Jahr.

Nach einem herben Kursrutsch 2007 und 2008 hat die Starbucks-Aktie vor wenigen Wochen ein neues Allzeithoch markiert. Gelingt es, die runde 40-Dollar-Marke hinter sich zu lassen, sind weitere Kurssteigerungen zu erwarten.

Auch bei der Fastfood-Kette McDonald’s erwies sich der Einstieg ins Kaffeegeschäft als cleverer Schachzug. Die integrierten Kaffeebars McCafé haben der Umsatzentwicklung zu neuem Schwung verholfen. Ebenso dem Aktienkurs, der in den vergangenen fünf Jahren um gut 140% zulegen konnte und sich auch in der jüngsten Verkaufswelle äußerst robust präsentierte.

Highflyer Green Mountain Coffee Roasters

Eine Aktie, deren Performance die Entwicklung bei Starbucks und McDonald’s bei weitem in den Schatten stellt, ist Green Mountain Coffee Roasters. Innerhalb von fünf Jahren legte der Aktienkurs um gut 3.400% zu. Dies entspricht einem fantastischen Kursgewinn von durchschnittlich 102% pro Jahr.

Hohes Wachstum mit Kapselkaffee

Dieser Kursanstieg ist durchaus begründet. Denn der Gewinn stieg in den vergangenen fünf Jahren um durchschnittlich 92% pro Jahr. Die Basis für den Siegeszug des Unternehmens sind seine Kapselmaschinen, deren Durchbruch in den letzten Jahren für einen kräftigen Wachstumsschub gesorgt hat.

Im ersten Quartal beispielsweise stammten über 15% aller in den USA verkauften Kaffeemaschinen aus dem Hause Green Mountain. Und wer erst einmal eine Maschine der Marke Keurig in seiner Küche stehen hat, ist bereit, für den Kapselkaffee gut das Fünffache als für normales Kaffeepulver auszugeben – was Green Mountain wiederum gutes Geld in die Kassen spült.

Erfolgsstory dauert an

Die Chancen stehen gut, dass die Erfolgsgeschichte weitergeht. Derzeit hat der Kaffeeröster in den USA erst einen Marktanteil von 5%. Ich kann mir gut vorstellen, dass dieser in den nächsten Jahren auf 20 bis 25% anwächst. Auch die im Frühjahr angekündigte Kooperation mit Starbucks dürfte sich positiv auf die Geschäfte auswirken.

Aus charttechnischer Sicht steht einer Fortsetzung des imposanten Aufwärtstrends nichts im Wege. Von ihrem Allzeithoch, das Anfang August bei gut 111 Dollar erreicht wurde, gab der Kurs zwar um rund 20% nach, notiert aktuell aber schon wieder im Bereich der 100er-Marke. Die Ampeln stehen also weiter auf grün. Angesichts der hohen Wachstumsraten traue ich der Aktie trotz der mit einem KGV von 37 ambitionierten Bewertung mittelfristig weitere Kurssteigerungen zu.

Mehr zum Thema: Kaffeemarkt: Es ist wieder heiß

18. August 2011

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Von: Michael Kelnberger. Über den Autor

Chefanalyst Michael Kelnberger ist der Experte für Aktien. Er setzt auf nachweislich erfolgreiche Anlage-Strategien: Die Trend-Strategie im Dienst Volltreffer Aktien und die mechanische Handlungsstrategie im Ranglisten Investor. So erzielt er für seine Leser beider Dienste stets überdurchschnittliche Renditen. Profitieren auch Sie von seinem Know-How.

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