Grenke: Überdurchschnittliche Zuwachsraten in 2019

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Grenke hat schon wenige Tage nach dem Jahreswechsel erste Zahlen veröffentlicht. 2019 war für die Baden-Badener ein sehr erfolgreiches Jahr. (Foto: gopixa / Shutterstock.com)

Das ging fix: Die Grenke AG gehört zu den ersten deutschen Unternehmen, die konkrete Zahlen zum Geschäftsjahr 2019 vorgelegt haben. Und diese Zahlen können überzeugen. In allen 3 Sparten, dem Leasing von Produkten der Bürokommunikation, dem Factoring und der Grenke Bank wurden im Vergleich zum Vorjahr deutliche Zuwächse verzeichnet.

Doch bevor ich die Zahlen im Detail präsentiere, möchte ich Ihnen das Unternehmen etwas näher vorstellen.

Start als Leasingunternehmen

Im Jahre 1978 gründete Wolfgang Grenke in Baden-Baden die Grenkeleasing als Einzelunternehmen, das nach einem Jahr in die Grenkeleasing KG umfirmiert wurde. In den Folgejahren wuchs die Geschäftstätigkeit stetig und das Unternehmen eröffnete Niederlassungen in ganz Deutschland.

1997 wurde aus der KG eine Aktiengesellschaft, die 3 Jahre später an die Börse gebracht wurde. 2003 wurde die Grenkeleasing AG im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse aufgenommen.

Erweiterung der Geschäftsfelder

Im Jahr 2005 nahm Grenke auch das Factoring, den Aufkauf offener Forderungen vor deren Fälligkeit, als neuen Geschäftsbereich in sein Angebot auf. Durch den Kauf der Privatbank Hesse Newman, die als Grenke Bank in die Gruppe integriert wurde, erwarb das Unternehmen 2009 auch eine Banklizenz.

Da die neuen Geschäftsbereiche Factoring und Banking in den Folgejahren immer stärker an Bedeutung zunahmen, firmierte das Unternehmen 2016 um: Aus der Grenkeleasing AG wurde die Grenke AG. Die Belohnung für das stetige Wachstum: Am 24. Juni 2019 stieg Grenke vom SDax in den MDax auf.

Hervorragende Unternehmenszahlen

Jetzt zurück zu den aktuellen Zahlen, die das Unternehmen am vergangenen Freitag veröffentlicht hat: 2019 erreichte das Neugeschäft der Grenke Gruppe 3,57 Mrd. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um stolze 19,7%.

Das Neugeschäft der Leasing-Sparte, das ist die Summe der Anschaffungskosten neu erworbener Leasinggegenstände, erreichte auf Jahressicht einen Wert von 2,85 Mrd. Euro und lag damit um 18,2% über dem Vorjahreswert.

Erfreulich entwickelte sich auch das Neugeschäft der Factoring-Sparte. Die Summe der angekauften Forderungen nahm gegenüber dem Vorjahr um 25,9% auf 663,4 Mio. Euro zu.

Die Grenke Bank verzeichnete beim Kreditgeschäft für kleine und mittlere Unternehmen einen Anstieg um 25,5%. Absolut gesehen belief sich das Volumen 2019 auf 54,1 Mio. Euro nach 43,1 Mio. Euro im Vorjahr.

Die vollständigen Geschäftszahlen mit allen Details wird Grenke in einem guten Monat veröffentlichen: Der Geschäftsbericht 2019 erscheint am 11. Februar 2020.

Die Zahlen von Grenke sind einmal mehr gut ausgefallen. Allerdings ist die Grenke-Aktie traditionell recht hoch bewertet. Größere Rücksetzer erwiesen sich hier in der Vergangenheit aber stets als gute Einstiegsgelegenheiten. Behalten Sie die Grenke-Aktie daher im Auge.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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