„Grexit“-Angst bremst Dax weiter aus

Auch zum Start in die neue Woche beherrschte vor allem ein Thema die Stimmung am Parkett: Griechenland.

„Grexit“-Angst bleibt Thema

Bis Freitag muss die Regierung in Athen die nächste Kreditrate für den Internationalen Währungsfonds zusammenkratzen – fraglich ist bislang, ob und wie das funktionieren beziehungsweise woher das Geld letztendlich kommen soll.

Die Verhandlungen zwischen Regierungschef Alexis Tsipras und den Geldgebern sind nach wie vor festgefahren. Hoffnungsfrohe Signale aus Athen werden in Brüssel und Berlin stets rasch dementiert. Offenbar kommt man in der Sache nicht wirklich weiter und nimmt den Verlauf der Verhandlungen entweder unterschiedlich wahr, oder aber versucht, eine bestimmte Richtung nach außen zu kommunizieren.

Anleger verunsichert

Fakt ist: Es gibt bislang keine langfristig tragfähige Lösung. Griechenland hangelt sich von Monat zu Monat und von Kreditrate zu Kreditrate. Der Zeit- und Zahlungsdruck wird immer höher, doch eine Einigung ist nicht in Sicht.

Anleger reagieren darauf zunehmend verunsichert. Mehrfach wechselte der Dax am Montag das Vorzeichen und schloss schließlich knapp im Plus bei 11.436 Zählern oder 0,2 Prozent höher als zuletzt.

Tops und Flops zum Wochenstart

Hinsichtlich der Einzelwerte fiel das Bild gespalten aus. Die Spanne reichte von einem Plus von 1,3 Prozent für Spitzenreiter Henkel bis zu einem Verlust von 1,4 Prozent für Schlusslicht Lanxess.

Schwach zeigten sich auch die Deutsche Bank und die Commerzbank, deren Aktien um 0,6 und 0,7 Prozent nachgaben. Etwas besser lief es für die Energieriesen, dennoch landeten auch Eon und RWE mit Abschlägen von 0,1 beziehungsweise 0,3 Prozent in der Verlustzone.

Zu den Top-Werten zählten Continental und Infineon, deren Anteilsscheine sich um jeweils rund 1,1 Prozent verteuerten. Der Chiphersteller profitierte dabei von Medienberichten über eine Studie, wonach die Chipbranche in den kommenden Jahren mit deutlich wachsenden Umsätzen aus der Automobilindustrie rechnen kann. Die Autobranche zählt zu den wichtigsten Bereichen für Infineon und macht einen Großteil der Umsätze des Unternehmens aus.

2. Juni 2015

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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