Griechenland: Alarmstufe Rot bleibt bestehen

Mittlerweile dominieren andere Themen in Europa die Schlagzeilen – doch Griechenland sollten Sie dabei nicht aus dem Auge verlieren.

Erst vor wenigen Tagen kamen wieder neue Gerüchte auf, wonach das Land schon bald neue finanzielle Hilfen benötigt.

Wie schnell das vielleicht sogar gehen kann, zeigen definitiv die aktuellen Verschuldungs-Zahlen des Landes.

Erst vor wenigen Tagen hat die offizielle griechische Statistik-Behörde Haushalts-Zahlen vorgelegt, die die Entwicklung der vergangenen 4 Jahre anschaulich verdeutlichen.

Demnach ist allein im vergangenen Jahr das Haushalts-Defizit in Griechenland auf 12,8 Mrd. € angestiegen.

Diese Zahl sagt an sich noch nichts aus. Doch wenn Sie jetzt auf die Verschuldung im Vergleich zur Wirtschafts-Leistung schauen, wird Ihnen einiges bewusst:

Im vergangenen Jahr lag das sogenannte Haushalts-Defizit bei 7,2%. Im Vergleich zum Jahr davor hat es sich einmal mehr nicht nur gesteigert sondern sogar verdoppelt.

Diese wenigen Zahlen zeigen ihn ganz schnell: Griechenland ist wirtschaftlich am Ende. Das Land steht trotz der Milliarden-Hilfen aus den Töpfen der EU, des IWF und der EZB weiterhin mit dem Rücken zur Wand.

Insbesondere nehmen die Schulden nicht ab, sie steigen sogar weiterhin an. Das gilt vor allen Dingen für die langfristigen Schulden.

Hilfsprogramme in Griechenland laufen ins Leere

Das ist die klare Konsequenz der verfehlten Hilfspolitik der vergangenen Jahre. Hier wird in Griechenland immer noch versucht, mit neuen Schulden das Problem der alten Schulden in den Griff zu bekommen.

Dazu müssen sie sie kein Wirtschafts-Experte sein, um zu erkennen dass ein solches Programm keinerlei Aussicht auf Erfolg hat. Dennoch wird es weiter vorangetrieben und die Ergebnisse sehen Sie in den Statistiken.

Der bekannte Euro-Kritiker Frank Schäffler von der FDP kommentiert ebenfalls die aktuellen Zahlen:

„Griechenlands Staatsdefizit hat sich 2015 auf 7,2 % verdoppelt. Im 6. Jahr der Krise keine Besserung. Die Ausgaben steigen weiter wesentlich schneller als die Einnahmen. Die Situation Griechenlands ist und bleibt eine Katastrophe. Es gilt wie von Anfang an: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende“

Doch genau das ist der Punkt: Die Politiker sind nicht gewillt, das Land aus dem Euro ausscheiden zu lassen.

Hier werden auch weiterhin Milliarden-Summen verbrannt werden – auf Kosten der europäischen Steuerzahler.

Mittelfristig wird dies den Euro in seiner Stabilität massiv gefährden. Doch kurzfristig scheint dieses Spiel erst einmal noch aufzugehen.

29. April 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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