Große Kurssprünge sind ein klares Krisensignal

Jetzt läuft seit einer Woche der Krisenmonat September.

Die Geschichte hat immer wieder gezeigt, dass gerade im September die Kurse besonders anfällig sind.

Viele der großen Crashs an den Börsen erlebten ihren Höhepunkt im September.

Zuletzt war das 2008 der Fall, als nach der Pleite der Lehman Brothers Bank die Kurse weltweit heftig abstürzten.

Aber eine Sache ist ganz wichtig für das Verständnis von Crash-Phasen an der Börse:

Es geht nicht linear nach unten. Es gibt immer wieder starke Schwankungen. Dazu gehören auch Handelstage mit deutlichen Kursgewinnen.

Dies macht Krisenzeiten an den Börsen auch so gefährlich. Viele Anleger setzen bei einem kurzfristigen positiven Trend wieder komplett auf Aktien – und werden dann von der nächsten starken Korrektur negativ überrascht.

Im Endeffekt ist es wirklich so: Starke Kursverluste und auch kurzfristig starke Kursgewinne sind auf jeden Fall ein wichtiges Warnsignal für Sie als Investor. Es sind typische Signale für Börsenkrisen.

Daher heißt das auch jetzt wieder: Bleiben Sie vorsichtig! Die aktuellen Kurszuwächse beispielsweise im DAX sind nicht mehr als eine Korrektur innerhalb einer größeren Korrektur.

Schwache Zahlen aus China reißen nicht ab

Ich erwarte weiterhin den großen Crash erst noch an den Börsen. Erst gestern tauchte nur eine kleine Meldung aus China auf, die aber die Richtung für die nächsten Monate vorgeben könnte.

So erklärte die chinesische Statistik-Behörde, dass es eine weitere Korrektur der Wirtschaftsleistung für das abgelaufene Jahr gegeben hat.

So ist die chinesische Wirtschaft 2014 um 7,3 und nicht wie vorher gemeldet um 7,4% gewachsen. Auf den ersten Blick ist das nur ein kleiner Unterschied von gerade einmal 0,1%.

Doch dahinter steckt viel mehr: Der Abwärtstrend setzt sich eben immer weiter fort. In diesem Jahr wird die chinesische Wirtschaft wohl nur noch um 7,0% wachsen.

Das wäre das niedrigste Wachstum seit etlichen Jahren. Dabei war China in den vergangenen Jahren immer wieder die Wachstums-Lokomotive der Weltwirtschaft.

Doch wenn dieser Markt ins Stottern gerät, hat das eben Folgen, die weit über das Land hinausgehen.

Die Schwäche in China hat auf jeden Fall das Potenzial, die Börsen auch bei uns in Deutschland massiv nach unten zu drücken. Diesen Gedanken sollten Sie in der aktuellen Marktphase immer im Hinterkopf haben.

8. September 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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