Große neue Goldmine in Kanada startet durch

Die Brucejack Mine in Kanada von Pretium Resources liefert jetzt neue Produktionsdaten – das Potenzial ist überzeugend. (Foto: Africa Studio / shutterstock.com)

Große neue Minenprojekte sind selten. Noch seltener gelingt dann auch der erfolgreiche Produktionsstart. Doch es gibt sie noch die Ausnahmen. Ein interessantes Beispiel ist hier ohne Frage Pretium Resources. Das kanadische Unternehmen hat die Brucejack Mine nun erfolgreich in Produktion gebracht.

Das unterstreichen auf jeden Fall die Zahlen zum ersten Quartal. So lag hier die Goldproduktion bei knapp 76.000 Unzen und beim Silber erreichte Pretium Resources eine Menge von fast 95.000 Unzen. Der Vorjahresvergleich fällt hier aus, weil Pretium die kommerzielle Produktion erst am 1. Juli 20017 gestartet hat.

Aber ich verfolge diese Story schon einige Jahre und schon im September 2015 schrieb ich zum Unternehmen:

„Herausragend bei den Unternehmensmeldungen war hier vor allem Pretium Resources aus Kanada. Das Unternehmen hat ein Finanzierungspaket für das Brucejack Projekt in Kanada vorgestellt. Mit einem Gesamtvolumen von 540 Mio. Dollar soll nun die Konstruktion dort vorangetrieben werden.

Lange Zeit war es bei Pretium Resources nicht sicher, ob das hochgradige Vorkommen mit einem Durchschnitts-Goldgehalt von über 10 g/Tonne tatsächlich auch wirtschaftlich in Produktion gebracht werden kann. Doch nach dem erfolgreichen Abschluss einer Pilotproduktion befindet sich Pretium Resources nun auf dem besten Weg dieses Projekt tatsächlich in Produktion zu bringen.“

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Auch im April 2017 habe ich die Perspektiven bei Pretium Resources noch einmal genauer unter die Lupe genommen:

Im Schnitt hat Pretium Resources mehr als 10 g/t Gold

„Ein positives Beispiel ist hier sicherlich Pretium Resources. Das kanadische Unternehmen entwickelt ein extrem hoch hochgradiges Vorkommen in British Columbia. Der durchschnittliche Goldgehalt liegt hier bei mehr als 10 g/Tonne. Dies ist tatsächlich enorm. Im globalen Durchschnitt der Goldvorkommen ist der Goldgehalt mittlerweile auf nur noch gut 1 g/Tonne abgerutscht.

Zahlreiche Experten standen diesem Projekt kritisch gegenüber, denn die Metallurgie des Vorkommens ist äußerst herausfordernd. Dieser Aspekt spielt bei der Beurteilung von Rohstoffen nur selten eine Rolle. Es ist eben eine Sache Gold im Boden zu haben. Die andere Sache ist es dann auch, dieses Gold ertragreich aus dem Boden fördern zu können. Genau vor diesem Problem stand Pretium Resources. Doch nun hat eine Pilot-Produktion ganz klar ergeben, dass dieses Vorkommen ertragreich auszubeuten ist.“

Und nach knapp einem Jahr mit kommerzieller Produktion hat sich Pretium Resources als neuer Produzent mit guten Perspektiven etabliert. Nach Angaben des Managements erzielt Pretium jetzt schon einen freien Cash-Flow und auch bei den Kosten liegt der Produzent im Rahmen der eigenen Erwartungen.


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Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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